Einweihungsfeier für den Erweiterungsbau

Räume für Bewegung und Begegnung

14.5.

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Die Rudolf Steiner Schule in Dietzenbach erreicht das Ende eines langen Weges und weiht am 14. Mai 2011 mit einem öffentlichen Festakt ihren Erweiterungsbau ein.

Die Schulgemeinschaft hat sehr lange warten müssen und die Mitglieder und Freunde des Vereins, aber auch die Besucher und Nachbarn der Schule sind nun froh, dass ihre Kinder und sie selbst jetzt den fertigen Bau erleben und erobern können. „Wir sind heute am Ende eines sehr langen Weges angekommen. Eines Weges, der im Prinzip schon von den Gründungseltern dieser Schule eingeschlagen wurde und der mit diesem Neubau sein vorläufiges Ziel erreicht hat”, resümiert Reinhold Schäfer, Elternvertreter im Vorstand und Mitglied des Bauausschusses.

Seit Einzug der Schule in Dietzenbach wurde das Ziel der Erweiterung verfolgt und nicht aus den Augen verloren. Bereits im Jahr 2001 wurde ein erster Entwurf einer Erweiterung des Schulgebäudes erarbeitet - die sogenannte „Sparvariante”. Dieses „in den Ring werfen” einer ersten Idee war die Initialzündung für die gesamte spätere Entwicklung. Die teilweise sehr kontroversen und hoch engagierten Diskussionen über die Ergebnisse dieser Aktivitäten führten zu dem Entschluss mit Hübner, Forster, Hübner aus Neckartenzlingen eine renommierte Architekturgesellschaft mit der Aufgabe der Vervollständigung des vorhandenen Schulgebäudes mit dem Herzstück einer Waldorfschule, nämlich einem Festsaal, einer schmerzlich vermissten Turnhalle sowie einer Küche mit Mensa und weiteren Räumen zu planen und zu beauftragen.

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Die Schulgemeinschaft hat gemeinsam mit dem Architektenteam in Workshops tatkräftig dazu beigetragen an der Entstehung dieses Organismus mitzuwirken. Vor allem wurden auch die Schüler selbst involviert und während dem Einbringen ihrer Wünsche und Ideen, lernten sie am konkreten Objekt, was das Entwickeln eines Gebäudes an Fragen mit sich bringt. Aus diesem Zusammenwirken entstand immer wieder etwas Neues und nach und nach eine tragfähige Konzeption - aus den Ideen und Skizzen wurden mit der Zeit konkrete Pläne und im Jahr 2006 sollte endlich angefangen werden. Im Jahr 2008 stellte der Waldorfkindergarten und Schulverein Dietzenbach mit Sicherstellung eines tragfähigen Finanzierungskonzeptes die Ampel, auf grün und seit Ende 2008 wurde schließlich gebaut. Unter dem Leitsatz „Wir schaffen Raum, Entfaltungsraum für Kinder und Jugendliche” wurden alle Kräfte gebündelt eingesetzt. Seit dem ersten Zeichenstrich bis zum Frühjahr 2011 sind rund 3.700 Tage vergangen, haben rund 4.000.000,- Euro die Seite gewechselt, wurden Tausende E-Mails verfasst, wurde fast täglich telefoniert, wöchentlich konferiert, Lösungen earbeitet, Ideen verwirklicht oder auch verworfen. Das Ergebnis all dieser Bemühungen der Planer, der Architekten, der Bauleitung, der Bauherrschaft und der vielen Handwerker kann man nun erleben. Die neu geschaffenen Räume werden bereits seit ihrer festlichen Schlüsselübergabe Ende Februar von der Schulgemeinschaft Stück für Stück entdeckt, erkundet und erforscht, eigentlich vor allem bewundert wegen ihrer Schönheit. Die Turnhalle wirkt als himmelblauer Magnet für sportliche Bewegungen, der Festsaal als erd-roter Klangkörper für Sprache, Musik und Ausdruck. Auf dem »Marktplatz« im Mensabereich begegnen sich die Generationen, Klassen und einzelnen Persönlichkeiten. Aus akustischen, atmosphärischen und organisatorischen Gründen wurden Festsaal und Sporthalle nicht als Mehrzweckräume zusammengefasst. Raum schaffen bedeutet ja schließlich mehr als »nur« Räume zu bauen. Das altgediente Küchenteam erhält nun eine weite Schaffenswelt, die auch weiterhin »Leib und Seele zusammenhält«. Der sonnigste Raum ist die Schulbibliothek, die mit einem interessanten Angebot an Lektüre und kleinen Lernbereichen den jungen und älteren Schüler auch geistige und fantasievolle Räume eröffnet. Die beiden Klassenräume für die ersten Jahrgänge sind ebenfalls lichtdurchflutet und voller Einblick. Sie ermöglichen – etwas abgeschirmt von der übrigen Schule - die Nutzung eines eigenen Freigeländes für Pausen und Spiele. In den Musikräumen entstehen – nach weiterer akustischer Feinjustierung – eingängliche Klangbilder. Mit dem neuen Aufzug sind letzte Mobilitätsschranken aus dem Weg geräumt und alle Etagen barrierefrei zu erreichen. Die frei werdenden Räume im Altbau schaffen nun neue Entwicklungsräume für ergänzende Angebote im Rahmen der Schulentwicklung. So können viele Aktivitäten, die bisher außerhalb der Schule stattfinden mussten, wieder enger an die Schule gebunden werden.

Nun heißt es, den Bau mit seinen vielseitigen Flächen, Angeboten und Möglichkeiten im Rahmen einer offiziellen Einweihungsfeier mit der näheren und ferneren Öffentlichkeit, mit den Dietzenbachern und Zugereisten seiner Bestimmung zu übergeben.

Nikolaus Zumbusch

Reinhold Schäfer

Samstag, 14. Mai, 11 Uhr: Festlicher Einweihungsakt mit Grußworten und musikalischen Klängen.

Ab 14 Uhr: Waldorfpädagogische Bewegungs- und Begegnungsangebote.

20 Uhr: Tanznacht mit Varieté- und Lateinformationsdarbietungen. Zu dieser Feier sind – außer den »offiziellen« Gästen – natürlich auch alle Kollegen, Eltern und Schüler und alle Freunde und Förderer der Schule herzlich eingeladen. Weitere Informationen: Rudolf Steiner Schule Dietzenbach.