Eurythmieaufführung: Tracce

31.5.

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„Tracce“ ist ein Solo-Eurythmieprogramm mit Eurythmie, Musik, Sprache und Licht. “Tracce” kommt von traccia, das bedeutet die Fußstapfen, die Spur.

Jeder Mensch tritt seine Lebens-Reise an. Wir sind alle Kinder unserer Eltern, wir finden auch Spuren aus weiterer Vergangenheit und aus der Zukunft. Es gibt Begegnungen, die Tore öffnen, die wegweisend sind und Spuren aufzeigen. Auf dieser Reise werden wir verlassen, wir verlieren und finden den Weg wieder, nach eingreifenden Geschehnissen und Prüfungen kommen wir nach “Hause”. Heute verlieren viele Menschen ihr Zuhause ohne es wieder zu finden. Es herrscht Chaos, es herrscht Mutlosigkeit. Die Motive für das Handeln sind undurchsichtig. Andrerseits nehmen immer mehr Menschen ihr Leben bewußt in die Hand, indem sie ihr “Zuhause” in sich selbst suchen und auch finden. Die Menschen haben das Bedürfnis nach neuer Orientierung, Visionen und Perspektiven. Diese Geschichte ist individuell und universal.

Das Märchen Hänsel und Gretel bildet den roten Faden in diesem Eurythmieprogramm. Hänsel und Gretel werden von ihrem Vater und ihrer Stiefmutter beim Holzsammeln im Wald verlassen, weil die Eltern sie nicht mehr ernähren können. Hänsel hat unterwegs Kieselsteine gestreut. Dadurch finden sie beim Schein des Mondenlichtes den Weg wieder nach Hause. Beim zweiten Mal, als sie in den Wald gehen, streut er Brottkrümel, die von den Vögeln gegessen werden, sie verlieren den Weg......

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Das Märchen wird in der Ich-Form erzählt, wodurch das Publikum sich unmittelbar identifizieren kann. An verschiedenen Stationen in der Geschichte wird angehalten. Musik und Text werden eingefügt. Es werden Aspekte von Spuren choreographisch ausgearbeitet.


Bei Spuren ist immer die Rede von etwas Sichtbarem und etwas Unsichtbarem. Es gibt Zeit-spuren, Raumes-spuren, Menschen-spuren, Blut-spuren, Hoffnungs-spuren, Gottes-spuren, Wort-spuren. Jede Eurythmieform ist im Wesen auch eine Spur einer inneren Bewegung.

Frank Hellbrück

Dienstag, 31. Mai,  20 Uhr, Eurythmieaufführung. Musik: “storie da chissa dove” (2005) für Vibraphon und Cello von Simone Fontanelli (1961, It). Spinns und spells für Cello-solo von Kaya Saariaho (1952). Texte: Sarah Kane (1971-1999) Etty Hillesum(1914-1943), Christa Wolff (1929). Idee und Eurythmie: Gia van den Akker, Vibraphon: Michael Kiedaisch, Cello: Mario de Secondi, Licht: Peter Jackson. Kosten: 15,– / 10,- (erm.); Schülergruppen: 5,- pro Schüler. Vorverkauf in der Buchhandlung im Anthroposophischen Zentrum: Tel.: 0561-9308814 oder E-Mail: kultur@az-kassel.de. Weitere Informationen und Veranstaltungsort: Anthroposophisches Zentrum Kassel, Wilhelmshöher Allee 261, 34131 Kassel, Tel.: 0561-93088-14.

Fotos: Helmut Hergarten u. Marion Körner