Mehrgenerationenplatz München-Forstenried

Der Förderverein Freie Waldorfschule München Südwest e.V. und die WOGENO München eG haben den Verkauf des Grundstückes für den Wohnteil an die WOGENO beurkundet.

„Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen!“ (afrikanische Weisheit)

Diese Ergänzung der familiären Strukturen durch „ein ganzes Dorf“ ist in der heutigen Zeit nur selten gegeben. Gemeinsam sollen auf diesem Platz die Strukturen der Großfamilie wieder ins Zentrum der Gesellschaft rücken! Die Freie Waldorfschule München Südwest und die WOGENO streben einen Rahmen an, der Platz lässt für ein feines Geflecht aus Synergien zwischen dem Bildungs- und dem Wohnstandort.

Ein großer Schritt in diese Richtung wurde am Freitag, den 29.04.2011 getan. Der Förderverein Freie Waldorfschule München Südwest und die WOGENO konnten den Verkauf von 5.000 qm für den Wohnteil auf dem insgesamt ca. 2 Hektar großen Grundstückes an der Züricher Straße /Drygalskiallee notariell beurkunden.

Entstehen soll ein besonderes Gemeinschaftsprojekt, bestehend aus einer Waldorfschule mit Kinderkrippe und Kindergarten, Sporthalle, Theater und Werkstätten und einem genossenschaftlichem Mehrgenerationenwohnen.

Für die WOGENO wurde das Projekt nur möglich, da der Förderverein den Grundstücksteil zu Non-Profit Bedingungen veräußert hat, zu Konditionen, wie sie am freien Markt nie möglich gewesen wären.

Dadurch kommt die WOGENO in die Lage, insgesamt 90 Wohnungen im bezahlbaren, frei finanzierten Mietwohnraum zu bauen.

Am Freitag, den 06.05.2011 fand das Kolloquium im Rahmen des Wettbewerbsverfahrens für den städtebaulichen Entwurf statt, welcher die Grundlage des Bebauungsplans ist. Sieben Architekturbüros haben erste Ideen präsentiert. Ende Juli wird dann entschieden, welches Büro den Zuschlag bekommt.

Die übergeordnete Aufgabe für den Wettbewerb ist diffizil. In einer engen Verbindung von Schule und Wohnen soll ein Mehrgenerationenplatz nach dem Leitmotiv „Füreinander und Miteinander von Jung und Alt“ entstehen. Die gemeinsame Nutzung von Küche, Theatersaal, Turnhalle, Freiflächen und Werkstätten soll vielfältige Synergien, Kooperationen und soziale Impulse entfalten. Bildung und Wohnen sollen in einem ganzheitlichen Ansatz aufeinander Bezug nehmen und zu einer lebendigen Plattform verhelfen, auf der Lebenserfahrung W:\Neubauprojekte\Forstenried\03 presse, öffentlichkeit\20110412 Pressemitteilung Notar.doc Seite 2 von 2

weitergegeben und ausgetauscht werden kann. Neben all diesen funktionalen Ansprüchen muss eine städtebauliche Idee gefunden werden, die die Stadt an dieser Stelle in ihrem urbanen Kontext weiterentwickelt.

Im Einzelnen müssen folgende Aufgaben gelöst werden:

Die Freie Waldorfschule München Südwest plant eine 1-zügige Schule mit einer Ganztagesbetreuung für ca. 450 Schülerinnen und Schüler und insgesamt ca. 7.700 m2 Geschossfläche. Hierzu ergänzend sind ein Kinderhaus für knapp 100 Kinder mit einer Fläche von ca. 1.100 m2 GF sowie eine Sporthalle mit ca. 1.000 m2 GF vorgesehen. Zudem ist das bestehende Provisorium, in dem derzeit zwei Klassen unterrichtet werden in der weiteren Planung zu berücksichtigen, bzw. bestenfalls in die endgültige Bebauung einzubetten.

Die Schule wird durch eine Wohnbebauung mit ca. 8.000 m? GF (ca. 90 Wohnungen für etwa 200 Personen) ergänzt. Eine breite Anzahl an unterschiedlichen Wohntypologien für unterschiedliche Haushaltsgrößen und Lebensstile sind Voraussetzung für ein differenziertes Miteinander. Besonders Ansprüchen von Familien mit Kindern und dem dauerhaft selbstbestimmten Leben von Seniorinnen/Senioren soll Rechnung getragen werden. Überschaubare Einheiten und lebendige Nachbarschaften mit gemeinschaftlichen Freiflächen sollen den sozialen Zusammenhalt fördern. Wichtige Voraussetzungen für die hohe Qualität jeder Wohnung sind dabei die geeignete Anordnung und Ausrichtung, vielfältige Bezüge nach außen sowie ein attraktives Freiraumangebot. Barrierefreie Wohnbedingungen kommen Familien mit Kindern zugute, ermöglichen eine lange Bewohnbarkeit der Wohnungen im Alter und erleichtern die Benutzbarkeit der Wohnungen bei Behinderungen oder vorübergehender Krankheit.

Pressekontakt: Anke Merk, Freie Waldorfschule München Südwest, Tel. 72 44 67 80

Yvonne Außmann, WOGENO eG, Tel. 89 05 718-25