Öffentliche Tagung in Weimar vom 16.– 19.6.2011.

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Die Tagung wendet sich nicht nur inhaltlich dem Ursprung, der Entwicklung und der Zukunft des anthroposophischen Kulturimpulses zu, sondern auch methodisch: in den Arbeitsformen und Erlebnisgehalten. Wer das übergreifend und gemeinsam Tragende der verschiedenen anthroposophisch befruchteten Kulturgebiete erleben möchte, der wird es hier finden können.

Die Vorträge werden in einer neuen Form gehalten. Die einzelnen Referate werden nicht in gewohnter Manier hintereinander dargeboten, sondern drei Redner treten in ein öffentliches Gespräch ein. Zu dritt entwickeln sie gemeinsam und augenblicklich den Vortrag. Dadurch ergibt sich eine ge steigerte Geistesgegenwart der Vortragenden in der die Zuhörer eingebunden sind.

Thematisch sind die Beiträge durch den Blick auf Rudolf Steiners geistige Identität, sein fortwährendes Wirken und die Zukunftskraft seines Werks

bestimmt. Als Rudolf Steiner 1910 über die Wiederkunft des Christus in derWelt des Lebendigen sprach, wies er auch auf die Widerstände hin, die dieses Geschehen in Zukunft erfahren würde. 1933 nannte er als das Jahr, in dem die Gegner aufstehen würden. – Heute wissen wir, was er meinte. In der Vorbereitung fühlten wir die Verpflichtung zu einer zeit- und geschichtsbewussten Gewissenserforschung.

Daher wird sich ein Podiumsgespräch mit der Frage beschäftigen, wie diese dunkle Zeit auf die Entwicklung der Anthroposophie gewirkt und Anthroposophen sich in ihr bewährt haben. Festlich werden die Abendveranstaltungen.

Eine aus der Tagungsthematik gewonnene Auswahl von Szenen der Mysteriendramen Rudolf Steiners wird eine Begegnung mit der Neuinszenierung am Goetheanum ermöglichen. Clown Dimitri wird die Teilnehmer mit seinem feinen, menschlichen Humor erfreuen. Und schließlich wird noch einmal eine festliche Eurythmieaufführung mit orchestraler Begleitung durch die Bühnen aus Dornach und Stuttgart erlebbar sein. Sie steht in Zusammenhang mit einem Festakt, an dem neben dem ehemaligen Bundesminister Otto Schily der Oberbürgermeister der Stadt Weimar, Herr Stefan Wolf und Freunde aus verschiedenen anthroposophischen Lebensfeldern und Institutionen mitwirken werden. Dieser Festakt mündet in ein intimeres Gespräch über die Wirksamkeit der Anthroposophie in der Entwicklung des Lebenslaufs und endet in einem geselligen Beisammensein.

Anthroposophie ist der Versuch, das Verständnis vom Mensch-Sein in seiner leiblichen, seelischen und geistigen Dimension so umfänglich zu entwickeln, dass es zu innerer Sicherheit und tragfähiger Orientierung im Leben werden kann. Sie zeigt sich nicht allein in Form inhaltlicher Darlegungen und spezifischer Forschungsergebnisse, sondern zugleich in

einer erweiterten wissenschaftlichen Methodik. Dabei spielen der unmittelbar erlebnisbewusste Zusammenhang mit der Welt sowie der uüberprüfbare Nachvollzug ihrer Erkenntnisverfahren eine gleichermaßen entscheidende Rolle.

Anthroposophie ist keine Weltanschauung im überkommenen Sinn, keine Weisheitslehre und kein philosophisches System. Sie ist ein offener Weg zum Erfassen des Menschen im Zusammenhang des Weltganzen. Sie nimmt in der Blickrichtung der Menschen jeweils individuelle Gestalt an, ohne nur subjektiv zu werden. Sie kann als Wissenschaft, als kuünstlerischer Weg, als zeitgemäßes religiöses Erleben und in zahlreichen weiteren Erscheinungsformen auftreten.

Dadurch gewinnt sie ihre Bedeutung im und für denjenigen Menschen, der geistig selbstverantwortlich fragt. Pionier und Begründer der Anthroposophie ist Rudolf Steiner. Sein 150. Geburtsjahr gibt den Anlass zu Standortbestimmung und Zukunftsorientierung ihrer Aufgabenstellungen.

Die herausragende Rolle, die Rudolf Steiner in der kulturellen Entwicklung des 20. und jungen 21. Jahrhundert spielt, drückt sich in unzähligen Beiträgen, Kommentaren, Lebens- und Werkbeschreibungen aus, die zu seinem 150. Geburtsjahr erscheinen. Die öffentliche Mitgliedertagung der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland gibt Gelegenheit, sich mit Steiners Werk und seinen Dimensionen authentisch in historischer, aktueller und zukünftiger Wirkensperspektive auseinanderzusetzen. Dabei stehendie Lehrinhalte der Anthroposophie ebenso zur Verfügung wie die

beispielhafte Umsetzung in künstlerischen Projekten, ökologischer Erneuerung, Impulsen sozialer Gestaltung und geistig-lebendiger Ideenbildung.

Der Festtag aus Anlass des Jubiläums selbst ist geprägt und vielfältig umrahmt von Arbeitstagen der Begegnung und des Aufbruchs.

Wir laden herzlich dazu ein, an diesem fortdauernden Initium teilzunehmen.

Im Congresszentrum - Neue Weimarhalle

UNESCO-Platz 1

99423 Weimar

www.weimarhalle.de

Anmeldung & Info

Sekretariat Anthroposophische

Gesellschaft in Deutschland

Zur Uhlandshöhe 10

70188 Stuttgart

Tel. 0711/164 31-21, Fax -30

Online-Anmeldung unter:

www. anthroposophischegesellschaft.

org

Anmeldung zur Tagung

Bitte eine Anmeldung pro Person.

Anmeldeschluss: 6.6.2011