CSR-Engagement

Spitzennoten für anthroposophisch inspirierte Handelsunternehmen

Eine neue Studie des Instituts für Handelsforschung in Köln (IFH) untersucht erstmals systematisch die Glaubwürdigkeit der CSR-Aktivitäten von 46 Handelsunternehmen aus Konsumentensicht (CSR: Corporate Social Responsibility). Die ersten drei Plätze des Rankings belegen die anthroposophisch inspirierten Unternehmen Alnatura, Tegut und DM. Die Marktforscher vermuten, dass Alnatura und Tegut von positiven Ausstrahlungseffekten ihres größtenteils zertifizierten Sortimentes profitieren. Darüber hinaus scheint aber auch die generell auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmenspolitik bei den Verbrauchern gut anzukommen, wie etwa am Beispiel von DM deutlich wird. Alle drei Unternehmen setzen in ihrer Kommunikation offenbar glaubwürdig auf ganzheitliches Wirtschaften. „Sinnvolles fur Mensch und Erde“ (Alnatura), „Mit guten Lebensmitteln verantwortungsvoll handeln“ (Tegut) oder „Unternehmen sind für die Menschen da und nicht anders herum“ (DM) – viele Kunden sind überzeugt, dass solche Aussagen nicht nur Lippenbekenntnisse sind.

Kenner der nachhaltigen Wirtschaftsszene wird das Ergebnis nicht überraschen. „Viele anthroposophisch geprägte Unternehmen setzen schon seit ihrer Gründung und aus Überzeugung auf nachhaltige Unternehmenswerte“, berichtet

Dr. Jens Heisterkamp, Herausgeber des Buches „Kapital = Geist“, in dem zwölf anthroposophische „Pioniere der Nachhaltigkeit“ vorgestellt werden. „In der derzeitigen Diskussion über ein ‚anderes Wirtschaften‘ können sie wertvolle Anregungen geben, die weit über ein bisschen Umweltbewusstsein und gelegentliche Sponsoringaktivitaten hinaus gehen“.

„Engagement für den Erhalt der Umwelt alleine ist nicht genug“, betonen auch die Marktforscher des IFH. „Vielmehr gilt es ebenfalls, Aspekte wie Aufrichtigkeit der öffentlichen Information, Fairness im Wettbewerb oder eine soziale und faire Behandlung der Mitarbeiter zu berücksichtigen.“ Interessant ist, welche Bereiche

von den Befragten als besonders relevant eingestuft wurden: Am wichtigsten fanden sie den fairen Umgang mit Mitarbeitern und Aufrichtigkeit in der offentlichen Information. Ebenfalls bemerkenswert: Frauen liegt das Thema Nachhaltigkeit signifikant mehr am Herzen als Männern.

Medienstelle Anthroposophie