Waldorfschulen weiter aktiv gegen Kindeswohlgefährdung

Die Landeskonferenz der hessischen Waldorfschulen verabschiedete am 1. Dezember 2010 eine Empfehlung zum Verhalten bei Kindeswohlgefährdung (im Wortlaut s.u.). Die hessischen Waldorfschulen wollen sich im kommenden Jahr verstärkt mit der Prävention von Mobbing, Gewalt und sexuellem Missbrauch sowie dem Verhältnis von persönlicher Nähe und professioneller Distanz auseinandersetzen.

Den Schulen wird empfohlen, einen Kinderschutzbeauftragten sowie Ansprechpartner für Konfliktbearbeitung zu benennen. Die Schulen sollen freiwillig eine Vereinbarung zum Schutz des Kindeswohles treffen, in der Aus- und Fortbildung des Personals zu diesem Themenbereich geregelt sind. Bei allen Neueinstellungen sollte von den Mitarbeitern das erweiterte Führungszeugnis angefordert werden.

In den Kollegien der hessischen Waldorfschulen werden diese Vorschläge zur Zeit beraten, einige Schulen haben sie bereits umgesetzt.

Die Veranstaltungsreihe, die von der Landesarbeitsgemeinschaft zusammen mit dem Kasseler Waldorflehrerseminar zum Thema sexueller Missbrauch bereits im Mai 2010 erfolgreich gestartet wurde, wird 2011 fortgesetzt: Am 21. Februar findet in Kassel eine ganztägige Fortbildung zu Mobbing statt, am 24./25. Februar zu sexueller Gewalt.

Norbert  Handwerk