Veranstaltungen im Rudolf Steiner Haus

Eine neue Entwicklung im kulturellen Leben? Man nimmt wieder wahr

Die Wahrnehmung ist Grundlage jeder Erkenntnis und auch das Bindeglied zwischen Natur- und Geisteswissenschaft. Ihr Instrument ist der Mensch selbst. Man kann heute z.B. in der Hirnforschung oder Genetik beobachten, wie Theoriegebäude zusammenbrechen, weil man die Beobachtungen wieder ernst nimmt. Oder: Künstler interessieren sich für Rudolf Steiner, weil sie ihre eigenen Erfahrung z.B. des Umstülpungsprinzips mit ihm teilen können. Und die Integrationsdebatte zeigt: Statistische Betrachtungen über Intelligenz und Genetik führen nicht weiter; nur die gegenseitige Wahrnehmung von Mensch zu Mensch nimmt die Angst vor dem Fremden.

Mittwoch, 12. Januar, 20 Uhr

Vortrag mit Dr. Stephan Stockmar, Redaktion „Die Drei”, Frankfurt. Kosten: Spende erbeten.

Der Mensch im Netz - Zukunftsaspekte der Technik

Die Geschwindigkeit der technischen Entwicklungen in den vergangenen Jahrzehnten war atemberaubend. Allein nur durch die neuen Kommunikationstechnologien veränderte sich das menschliche Kulturleben tiefgreifend. Soziale Beziehungen werden heute immer mehr – gerade auch von der Jugend - online geknüpft. Handys, iPhones oder iPods nehmen immer mehr Raum ein. Wie wird es in der Zukunft weiter gehen? Von der Beschreibung aktueller Phänomene und Trends ausgehend, werden mögliche zukünftige Entwicklungen skizziert.

Mittwoch, 26. Januar 2011, Vortrag mit Dr. Edwin Hübner, Pädagoge, Frankfurt. Kosten: Spende erbeten.

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein...
Irdische und kosmische Ernährung

Als Rudolf Steiner von zwei Ernährungsströmen sprach, war dies nicht nur damals überraschend, denn neben der Nahrung durch das Essen, nimmt man kosmische Substanzen durch die Sinne auf. Angelus Silesius drückt dies so aus: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Was ihn im Brote speist, ist Leben und ist Geist.” Wie kann man dem komplexen Gebiet der kosmischen Ernährung näherkommen und seine Bedeutung bis in den Alltag verstehen?

Mittwoch, 2. Februar, 20 Uhr

Vortrag mit Dr. Petra Kühne, Arbeitskreis für Ernährungsforschung, Bad Vilbel. Kosten: Spende erbeten

Jahresrückblick im Zeichen von 150 Jahre Rudolf Steiner - Kontroversen um Rudolf Steiner

Der diesjährige Jahresrückblick mit Marcus Schneider wird die Auftaktveranstaltung zu einer Reihe von Vorträgen im Rahmen des 150. Geburtstages von Rudolf Steiner sein; besonders soll schon auf den Jubiläumsvortrag am 21. Februar 2011 in der Freien Waldorfschule Frankfurt hingewiesen werden. Wie sowohl aus dem Titel des Jahresrückblicks als auch aus dem Jubiläumsvortrag hervorgeht, handelt es sich nicht um historische Betrachtungen. Vielmehr soll der Gegenwartsimpuls Rudolf Steiners und der Anthroposophie in den Mittelpunkt gestellt werden.

Das vergangene Jahr brachte Kontroverses über Rudolf Steiner und sein Bild in der Öffentlichkeit zutage; kontrovers deshalb, weil es sich von der Anschauung „nach innen” unterscheidet. In dieser Spannung lebt die Anthroposophie generell und damit stellt sie sich in die moderne Zeitlage. Aber was heißt das für die Gesellschaft?

Mittwoch, 19. Januar, 18 u. 20 Uhr

Zwei Vorträge mit Marcus Schneider, Leiter AFaP Dornach, Präsident Medienstelle Anthroposophie Schweiz, Leiter des Paracelsus-Zweiges Basel

I. „Manipulationen in der Öffentlichkeit”

II. „Gespaltenes Bild innerhalb der Gesellschaft”

Kosten: Richtsatz: 15,- / 10,- (erm.)

Jubiläums Vortrag: Anthroposophie und die geistige Lage der Gegenwart

Der 150. Geburtstag Rudolf Steiners bietet eine Gelegenheit, sein umfassendes Denken auf die aktuelle Menschheitssituation anzuwenden: Umverteilung der Ressourcen in der Energiefrage, die Sorge um qualitative Lebensmittel, die Zerrissenheit und Vereinsamung des Einzelnen in der Massengesellschaft, die Resignation vor dem „Geist”: auf so manchem Gebiet hat sich Steiner als weitblickender Diagnostiker von Problemlagen erwiesen, die erst heute sichtbar werden. Was bedeutet dies heute und wie können Kernelemente der Anthroposophie zur Bearbeitung gegenwärtiger Probleme beitragen?

Montag, 21. Februar, 20 Uhr

Vortrag mit Marcus Schneider, in Zusammenarbeit mit der Freien Waldorfschule Frankfurt. Veranstaltungsort: Freie Waldorfschule Frankfurt, Friedlebenstr. 52, Nähe Rudolf Steiner Haus. Kosten: 8,- / 5,- (erm.)

Eurythmieaufführung: Das Bildnis des Dorian Gray – nach Oscar Wilde

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Dorian Gray spiegelt uns die inneren Abgründe, die in uns aufgehen, wenn man die Grenzen des Gewöhnlichen überschreitet. Er will jung und schön bleiben und das Leben in allen Facetten genießen, ohne die Konsequenzen davon zu tragen. Auf der Suche nach neuen Reizen steigt er bewusst in die Tiefe hinab und begegnet dabei nicht ohne Faszination sich selbst.

Diese Erfahrungen des Dorian Gray erlebt jeder von uns in seiner Seele mehr oder weniger, früher oder später. Können wir sie bemerken? Und sind solche Selbsterfahrungen nicht ein Aufruf an uns selbst?

Freitag, 28. Januar, 20 Uhr, eurythmie ensemble Mistral, Stuttgart. Kosten: 20,- erhöhte Plätze und 1. Reihe / sonstige Plätze 15,- / 10,- (erm.)