Preisverleihung des Jugendförderpreises Freispiel

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Dr. Petra Kühne von der Jury und die Preisträger Philip Kovce, Johanna Büttner und Irini Junker.

Am Pfingstsamstag, den 11. Juni 2011, präsentierten sieben Jugendliche aus ganz Deutschland vor 50 Teilnehmern ihre Wettbewerbsarbeiten für den Jugendförderpreis „freispiel“. Der hohe, helle Raum des neuen Werkstattgebäudes der Freien Waldorfschule in Frankfurt-Eschersheim war ideal für Artistik am Vertikaltuch, Vorträge, Darbietung eigener Songs und Dichtungen, Ausstellung von Design-Mode und selbstgebauten Möbeln. Alle Bewerber besuch(t)en die Waldorfschule. Die 7-köpfige Jury, die nach anspruchsvollen Kriterien beurteilte, fand diese Leistungen preiswürdig.

Der erste Preis, dotiert mit 800 Euro, ging an Carolin Breme (18 Jahre, Bonn) für Praxis und Reflexion von „Schrottvermöbelung“. Rebekka Gather (18 Jahre, Bonn) erhielt für das Zirkusprojekt „La Luna“ den 2. Preis, Irini Junker (18 Jahre, Heidelberg) für das Thema „Kreativität und ihre Wirkung“ den 3. Preis. Ihr wurde die spontan aus dem Publikum gestiftete Sonderauszeichnung einer Gratis-Teilnahme an der (kostspieligen) „Sommerakademie Alfter“ 2011 zugesprochen. Die 16-jährige Johanna Büttner (Riehen/Lörrach) bekam ihrem Alter entsprechend einen Sonderpreis für ihre „Kurzgeschichten für Kinder“ zum Thema „Freiheit“. Ein kleiner Motivationspreis wurde Thomas Wolfheimer (19 Jahre) und Konstantin L. Maier (20 Jahre) aus Bad Nauheim, zuerkannt, da ihre ausgezeichnete Idee einer „Website für nachhaltigen Konsum“ leider noch nicht mehr als ein Konzept war.

Der Rudolf Steiner-Preis

Ferner wurde im Jubiläumsjahr von Rudolf Steiners 150. Geburtstag (1861 – 1925) auch ein Rudolf Steiner-Preis vergeben. Philip Kovce, 24-jähriger Student der Privaten Universität Witten-Herdecke, erhielt die höchste Dotierung von 1000 Euro für seine Arbeit „Vom guten Sprechen zum Gutsprechen“, ein Thema, das er zudem exemplarisch vorführte. Seine „Skizze“ befasst sich mit Rudolf Steiners Äußerungen zum mündlichen Vortragen und mündet in den Begriff einer „Ethik des Sprechens“.

Zu den Präsentationen gehört jeweils eine schriftliche Einreichung, die zu gleichen Teilen bewertet wird. Für die Teilnahme bei „freispiel“ sind weder Thema noch Sachgebiet noch Ausdrucksmedium vorgeschrieben. Wesentlich ist eine in Inhalt und Durchführung originelle und eigenständige Arbeit. Auf der Homepage www.freispiel-netz.de findet man Informationen zu den Bedingungen des Preises.

Barbara Messmer