Putzen?!

Lästige Notwendigkeit oder Liebeserklärung an die Gegenwart

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Wenige noch lieben das Putzen. Was aber, wenn diese Tätigkeit einen größeren Einfluss auf die Wohnqualität und Befindlichkeit – ja, die Selbstentfaltung der Bewohner ausübt, als der erste Blick vermuten lässt? Linda Thomas, Reinigungsfachfrau und Gründerin einer ökologischen Putzfirma, hat sich über Jahrzehnte nicht nur von Berufswegen mit dem Putzen und seinen – je nach Bewusstheitsgrad und innerer Einstellung – unterschiedlichen Wirkungen befasst. Was sie erfahren hat, weist einen Weg, der weit über eine nur äußerliche Raumpflege hinaus.

Für sie ist Putzen immer eine Liebeserklärung an die Gegenwart, weil kaum etwas im Resultat so vergänglich ist, wie das Putzen. Jeder kann lernen, diese Tätigkeit zu lieben und dabei sein Erziehungs- und Selbsterziehungspotenzial zu erkenen. Sie vermag ein Gespür für die feineren Ebenen des Wohnraums zu vermitteln. Die Lust, Räume tiefergehend zu reinigen und zu erhellen,kann dadurch wachsen. Der Übende läuft Gefahr ein Liebender zu werden und damit einen einfachen, alltäglichen Vorgang um Stufen zu erheben... Praktische Spiritualität, die, wenn sie ausgeführt wird, in vielen Lebensbereichen manchmal geradezu verblüffende Wirkungen zeigen kann.

Dienstag, 10. Mai, 20 Uhr. Vortrag mit Linda Thomas. Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Amselhofbuchhandlung. Kosten: 8,- / 5,- (erm.). Ort: Rudolf Steiner Haus.

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