Offen für das Individuelle des Menschen

Michael Therapeutikum in Heidelberg

+a9_1 Motiv 4.tif

Anläßlich des 50jährigen Jubiläums führte Michaela Frölich ein Gespräch mit Ilse K. Müller und Christiane Kumpf.

Das Michael-Therapeutikum in Heidelberg feiert im Herbst sein 50jähriges Jubiläum – ein halbes Jahrhundert Wirken auf anthroposophischer Grundlage. Ziel der beiden Gründerinnen Ursula-Barbara Krutina und Ilse Meußdoerffer war es, offen zu sein für die konkreten Schicksalsfragen eines jeden einzelnen Menschen und die Fragen der Zeit. Ist dies auch heute noch der Kerngedanke Ihrer Arbeit?

Ilse K. Müller: Ja, das ist auch heute noch der Grundimpuls, für das jeweils Individuelle des Menschen ganz offen zu sein und nicht so sehr festgelegte Therapie- oder Seminarkonzepte zu verfolgen. Wir versuchen mit den Menschen, die zu uns kommen, ob einzeln oder in der Gruppe, das zu entwickeln. Es ist ein Suchen nach dem, woraus der andere lebt. Was ist sein Wachstumsort und wo will er hin? Das ist im Zusammenhang zu sehen mit dem, was an Erkrankungen da ist. Das Charakteristische in der Arbeit ist weniger das Umhegen, sondern dass man den anderen fragt, ihn weckt, dass er selbstständig die nötigen Schritte machen kann. Und in den Kursen ist der Ansatz ähnlich, indem der Mensch sich selbst künstlerisch betätigt und dabei Zeuge ist der Gesetzmäßigkeiten, die der Tätigkeit innewohnen. So bekommt er innere Werkzeuge an die Hand für die Lösung seiner Lebensfragen.

Wie ist diese Idee entstanden?

Müller: Ilse Meußdoerffer brachte als Heilpädagogin und Heileurythmistin Erfahrungen mit. Ihr besonderes Anliegen war die künstlerische Belebung des Umkreises. Sie sorgte für Eurythmie-Aufführungen am Stadttheater, Weihnachtsspiele wurden einstudiert. Es gab öffentliche Rezitationen und Gestaltung der Jahresfeste, Gastdozenten wurden zu interessanten Themen eingeladen. Ursula-Barbara Krutina machte sich stark für den therapeutisch-pflegerischen Bereich durch ihre Kenntnisse in Massage, Kindergymnastik, therapeutischem Malen und Plastizieren. Sie suchte auch das Haus in der Roonstraße, in dem wir heute noch tätig sind. Als ehemalige Krankenschwester sorgte sie auch für ein Patientenzimmer im Therapeutikum.

Welche Kerngedanken liegen heute der Arbeit zugrunde?

Christiane Kumpf: Es ist weiterhin das zentrale Anliegen, ganz authentisch den Menschen und der jeweiligen Fragestellung zu begegnen. Nehmen wir z.B. die Festgestaltung. Früher wurden hier alle größeren Jahresfeste begangen und es sollte an Weihnachten nicht nur ein schöner Text, Musik, die Weihnachtsgeschichte dargeboten werden, sondern wichtig war, dahinterzuschauen, an welchem Punkt im Jahreslauf stehe ich hier, welche Kräfte wirken dieses Jahr. Es zeigt sich, dass die Menschen mit den traditionellen Formen auch immer weniger anfangen können, dass ein Bedürfnis da ist, zeitgemäß anzuknüpfen. Wir haben Advent und Michaeli begonnen, diejenigen, die kamen, in die Gestaltung, in das Suchen einzubeziehen. Erst kamen dann weniger Besucher. Jetzt sollte plötzlich mitgemacht werden, der Mensch wurde gefordert, nicht nur zuzuhören. Trotzdem sind wir dabeigeblieben und nun finden sich die Besucher, die das wollen. In der Zeit der Vorbereitung für das Fest, versuchen wir wahrzunehmen, was liegt in der Luft, welche Geste hat das Fest. Es war z.B. lange Zeit so, dass wir gemerkt haben, an Michaeli muss man wie durch einen Nullpunkt gehen. In den letzten Jahren ist wahrzunehmen, dass Michaeli nicht nur eine kämpferische Seite hat, sondern auch eine mütterliche, erdenwarme Seite, die trägt und Mut macht. Aus diesen aktuellen Wahrnehmungen versuchen wir dann in die gemeinsame Gestaltung zu kommen, sie künstlerisch anzugehen.

Müller: So ist es in anderen Gebieten auch. Wir versuchen herauszufinden, welche zukünftigen Kulturimpulse in der Luft liegen, geben ihnen ein Kleid, damit sie erfahren werden können. Das sind dann nicht Themen, die schon im Trend liegen – es hat eher etwas Vorausgreifendes. Eine Reihe von Jahren hatte das Michael Therapeutikum daher den Untertitel ‚Arbeitsstätte für künstlerische Bewusstseinsgestaltung‘.

Welche Impulse nehmen sie als Therapeutikum jetzt wahr – was spüren Sie, was die Menschen heute brauchen oder was glauben Sie, fehlt in der Welt?

Müller: Die Welt, das Leben ist so voll mit Stoff, mit Inhalt, mit Information, dass zu lernen ist, wie man diesen Stoff gesund verdaut. Wie man das wieder abbaut, um in sich eine Art Essenz wahrzunehmen, sie mit sich selber zu verbinden, um daraus wieder initiativ zu werden. Das erleben wir als großes Bedürfnis.

Kumpf: Viele Menschen fühlen sich heute nicht mehr gesichert in sich – Untiefen im Äußeren, aber auch in der Seele tun sich auf. Das erleben wir als Aufforderung, Räume zur Verfügung zu stellen, wo das, was sucht, was keimhaft ist und entstehen will, Schutz, Lebensluft und Nahrung findet. Wo im kontinuierlichen gemeinsamen Üben und Fragen eine neue innere Heimat entstehen kann, die sich auch unabhängig vom Äußeren als existent erleben kann. - Bei Kindern ist eine große Offenheit, ja oft ein Aufgerissensein erlebbar, wie wenn sie dem herankommenden Neuen ganz schutzlos nahe sind. Wenn das nicht sehr behutsam von einer weitgespannten Aufmerksamkeit durch uns Erwachsene wahrgenommen und begleitet wird, so dass sie die Möglichkeit erleben, sich zu finden, kann große Verlorenheit, Angst oder Aggression entstehen.

Müller: Zunehmend tauchen Erkrankungen auf, die zwar individuelles Schicksal sind, die aber eigentlich von unserer kulturellen Situation herrühren. Man müßte kultur-therapeutisch wirken, um an die Ursachen zu kommen.

Sie haben ein weitreichendes Angebot an künstlerischer Einzelarbeit und Kursen für Erwachsene, Kurse, Puppentheater und Ferienwerkstätten für Kinder und Jugendliche sowie Therapien für alle Altersgruppen: Plastisches Gestalten, Malen, Musik, Sprache, Eurythmie, Seelen- und Wahrnehmungsübungen sowie Rhythmische Massage. Wie finden die Menschen, die zu Ihnen kommen, den richtigen Bereich?

Müller: Manche kommen durch den Arzt. Viele kommen, weil sie durch andere von uns gehört haben. Sie kommen dann gezielt z.B. zur Musik, zum Malen oder zur Massage. Wenn jemand von uns im Arbeitsverlauf den Eindruck hat, es wäre jetzt gut, in einer anderen Kunst weitere Schritte zu machen, dann sagen wir das. Ganz wenige kommen und sagen ‚ich habe dieses oder jenes Problem, können Sie mir sagen, was ich tun soll‘.

Sie gehen auch mit Ihren Angeboten nach draußen, z.B. in Schulen oder Kindergärten, aber auch in die Justizvollzugsanstalt. In welcher Weise arbeiten Sie dort? Welche Erfahrungen haben Sie dort gemacht?

Kumpf: Seit vielen Jahren gehen wir als Mitarbeitende in den Umkreis, regional und überregional. Das ist die Antwort auf Anfragen durch andere Institutionen, Initiativen, Tagungen etc.. Die Erfahrungen in dem jeweils anderen Kontext bereichern rückwirkend unsere Tätigkeit hier im Haus. So geht die Malerin einmal wöchentlich in die Justizvollzugsanstalt und malt dort mit Gefangenen, die das wollen. Daraus entstanden auch Ausstellungen. Das Interessante ist, was für kraftvoll individuelle Bilder entstehen, in ganz anderem Duktus als hier im Hause – auch durch die vielen vertretenen Nationalitäten und Kulturen. Es bringt auch manche Erfrischung und neue Fragen für uns, in anderem Kontext zu arbeiten, die Herausforderungen anderer Berufsgruppen zu erleben und unsere stark wahrnehmend-forschende Arbeit in den verschiedenen Gebieten für sie nutzbar zu machen. So haben wir es mit vielfältigen Berufsbildern und dadurch Weltzugängen zu tun: z.B. mit Heilpädagogen, Lehrern, Erzieherinnen, Pflegeberufen, Fragen der Medizin, Landwirtschaft, Pharmazie, Imkern usw. An vielen Stellen brechen heute die Fragen nach einem ganz eigenen neuen Zugang auf, nicht über das Wissen, sondern das Erfahren.

Gab es herausragende Sternstunden in den letzten Jahren? In welchen Momenten haben Sie gespürt, dass Sie auf dem richtigen Weg sind?

Müller: Z.B. im Frühjahr 1995. Das Therapeutikum war in einem Doppelhaus untergebracht, eine Hälfte gehörte uns, die andere war angemietet. Damals wollte die Familie wegen Eigenbedarf in das Haus. Wir haben dann innerhalb unseres Hausteils umgebaut, neue Räume nutzbar gemacht. Dabei hatten wir unglaublich viel Hilfe von Menschen aus dem Umkreis: praktische Unterstützung am Bau, eine Suppe, ein Kuchen, ein ermutigender Besuch, Spenden. Da floß ganz intensiv etwas zurück, was Menschen an Verbundenheit mit der Arbeit über die Jahre erlebt hatten. Ohne sie hätten wir das nicht geschafft.

Kumpf: Sternstunden waren auch die jahrelange intensive Arbeit innerhalb des Kollegiums und mit Kollegen aus dem Frankfurter Therapeutikum an dem Zusammenhang der verschiedenen Künste mit dem Menschenwesen. In künstlerisch übender und forschender Arbeit wurden damals über lange Zeit reiche Quellen erschlossen.

Welche Meilensteine gab es im Laufe der letzten 50 Jahre?

+A9_1.tif

Müller: In den Günderjahren musste alles entwickelt und erfunden werden. Damals gab es noch kaum Ausbildungsstätten – man lernte mehr direkt voneinander, suchte selbst, welche Kenntnisse und Fähigkeiten man brauchte für die Arbeit. Ein großer Meilenstein war die Umgestaltung in ein gemeinsam verantwortliches Kollegium, das sich selbst verwaltete. Ab 1985 bis Anfang 2000 waren wir ein lange konstantes Kollegium von sechs MitarbeiterInnen und die Öffentlichkeit hatte großes Interesse an anthroposophischen Impulsen. Heute stehen wir in einer ähnlichen Konstellation wie zu Beginn. Wir sind zwei volltätige Mitarbeiterinnen, alle anderen haben Teilzeitanstellungen oder arbeiten als Honorarkräfte. Arbeit und Umgebung haben sich stark verändert: Heute reisen wir viel zu anderen Einrichtungen, arbeiten an verschiedenen Ausbildungen mit. Das allgemeine Interesse an Anthroposophie ist weniger geworden. Wir stehen vor einem neuen Entwicklungsschritt.

Was waren die besonderen Herausforderungen – gab es Schwierigkeiten, wie haben sich diese geäußert, wie wurden diese überwunden?

Kumpf: Die genannten Meilensteine waren und sind auch die besonderen Herausforderungen, die in Krisen führen können, wenn es nicht gelingt, das Bestehende umzugestalten und neu in aktuellen Fluss zu bringen. Für die geschilderten inneren Arbeitsanliegen muss immer wieder ein zeitgemäßes Kleid geschaffen werden. Wenn Inneres und Äußeres in der Zusammenarbeit in Übereinstimmung kommen kann, erleben wir, dass die inneren Quellen fließen.

Müller: Herausforderungen waren auch immer wieder finanzielle Engpässe, weil das, was wir erwirtschaften, aufgrund der sozial verträglich gestalteten Preise, nicht reicht. Wir haben seit den 90er Jahren Zuschüsse aus einem Stiftungsvermögen, womit sich manche Lücke füllen lässt. Aber das Vermögen wächst nicht nach. Bis jetzt haben wir den Freiraum wahren können, so zu arbeiten, wie es uns sinnvoll erscheint. Und wir bekamen in Notsituationen immer wieder Hilfe durch Spenden aus unserem Umkreis oder überbrückende zinslose Darlehen. Damals wie heute und in all den Jahren ist die Zukunft offen.

Welche Themen bewegen das Therapeutikum zur Zeit?

Müller: Wir treffen uns mit allen therapeutisch bzw. künstlerisch hier Tätigen, um daran zu forschen, was braucht es in der heutigen Zeit, wie kommt man an Kraftquellen. Es gibt ja keinen Vorrat. Wie kommt aus dem scheinbaren Nichts wieder ein Anschluss an Lebenskräfte zustande, so dass ein Fluss, ein Überschuss entsteht? Beuys hat in einem Beitrag zum Thema Christentum formuliert, dass man nichts mehr geschenkt bekommt, sondern sich selber bewegen muss. Wie werde ich initiativ? Wie werde ich nicht gebannt, von der Leere, sondern lerne, Kontakt mit Zukunftskräften zu bekommen und merke, das liegt an mir an meiner inneren Bewegung. Das sind Forschungsfragen.

Frau Kumpf, berufsbegleitende Weiterbildungen, in denen Sie mitwirken, finden in der „Freien Musik Schule – Kunst, Pädagogik, Therapie” in Bad Boll statt. Was sind die besonderen Akzente?

Kumpf: Der Arbeitsansatz innerhalb der Freien Musik Schule schöpft einerseits ganz stark aus dem spielerisch Bewegten, Improvisatorischen. Sozial-musikalische Erfahrungen, gemeinsam in Fluss kommen, Ideen aus der gegebenen Situation, aus dem Tun entwickeln sind ein wichtiger Akzent. Andererseits ist innerlich wichtig, den Zusammenhang von Mensch und Musik im Wahrnehmen und Tun immer tiefer zu erleben, um daraus schöpfen zu können. Die Freie Musik Schule wurde 1970 gegründet durch Musiker aus verschiedenen Ländern Europas, die ein Wanderstudium anboten von Lehrer zu Lehrer nach alter Handwerksgesellenart. Alle die unterschiedlichen Erfahrungen schlossen sich in jedem Studierenden zu etwas ganz eigenem zusammen, was dann fruchtbar wurde. Ich selber habe dieses Studium durchlaufen und als sich die erste Lehrergeneration zurückzog, habe ich mit einigen Kollegen eine für heute mögliche Form des Studiums erarbeitet. Wir bieten nun seit über zehn Jahren berufsbegleitende Kurse für unterschiedliche Berufsfelder an, um die Teilnehmenden zu schöpferischen und eigenständigen Antworten auf die Herausforderungen ihrer Tätigkeitsfelder zu befähigen. Sie kommen aus Kindergarten, Schule, Heilpädagogik, Sozialtherapie, Förderbereich, Instrumentalunterricht etc.. Die Besetzung ist meist recht international. Im Moment gibt es u.a. ein einjähriges berufsbegleitendes Kursjahr “Grundlagen schöpferischen Musizierens” und eine dreijährige Weiterbildung “Musik in der Heilpädagogik”, individuelle Studienmöglichkeiten und In House Angebote.

Frau Müller, Sie haben die Seelenübungen entwickelt? Was genau kann man sich darunter vorstellen?

Müller: Die Seelenübungen habe ich vor etwa 30 Jahren entwickelt, als ich durch eine persönliche Krise gegangen bin. Bis dahin war ich vor allem gedanklich intellektuell tätig, habe studiert. Durch diese Krise musste ich das Wahrnehmen erlernen und mich einlassen auf all die konkreten Dinge, das Individuelle im Leben und die vielfältigen Eigenschaften und Schicksale. Die Frage nach dem Sinn der irdischen Existenz beschäftigte mich und ob und wie man vom Sinnlichen zum Geistigen kommt. Entdeckt und geübt musste werden das fühlend-erkennende Mitbilden der Dinge. Später habe ich bei Steiner gefunden, dass es eine goetheanistische Betrachtungsweise gibt. Ich war glücklich, dass man diese Betrachtungsweise selbst finden kann, denn sie liegt in der Natur der Dinge und der menschlichen Organisation und darin, wie beides zusammengehört: Welt und Mensch. Wir brauchen die Anknüpfung an das auf der Erde Entstandene – an dieser Stelle des Gewordenen und Werdenden kann ich als Mensch eingreifen und die Entwicklungen durch das Menschsein hindurch führen. Es geht nicht mehr zurück und da möchte ich Friedrich Benesch sinngemäß zitieren: um das ursprünglich Wahre geht es nicht mehr, sondern um den überwundenen Irrtum, und um das ursprüngliche Gute geht es auch nicht, sondern um das verwandelte Böse. Einerseits muss die Bewusstseinsseele mit reiner Empfindungsfähigkeit in das Leben eintauchen, um es mitbildend-fühlend kennenzulernen - darf aber nicht ertrinken in den Erlebnissen. Andererseits braucht die Bewusstseinsseele soviel Flügelkraft, dass sie hinreicht an die schöpferischen Kräfte der Ideensphäre – darf aber nicht abstrakt werden.

Im Herbst startet der zweite Durchgang der Grundausbildung „Substanzerkenntnis”, eine dreijährige berufsbegleitende Ausbildung. Was ist Inhalt und Ziel dieser Ausbildung?

Müller: Ein Stück Eisen ist zum einen etwas Gegenständliches, aber zum anderen der Zusammenhalt bestimmter kosmischer Kräfte. In der Ausbildung erübt man anhand einer künstlerisch-phänomenologischen Forschungsmethode diese Kräfte und ihre seelisch-geistigen Aspekte wahrzunehmen und zu erkennen. Wir können diese Kräfte in Erfahrung bringen, weil sie eine Wirksamkeit haben z.B. auf unser Bewußtsein (so verstärkt Eisen die willenshafte Durchdringung unserer Wesensglieder und gibt eine gute Urteilskraft). Ich kann entdecken, dass die (Sinnes-) Welt immer an mir tätig ist, dass ich nicht so unabhängig bin wie vermutet. So lerne ich durch die Ausbildung auch das Zusammenspiel zwischen Welt und Mensch kennen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Michael Therapeutikum?

Müller: Dass das, was wir versuchen anzuregen, weiter einen Boden hat und gedeihen kann - vielleicht auch durch andere Einrichtungen. Dass die Menschen Vertrauen entwickeln zu ihren eigenen Fähigkeiten und daraus ihren Weg gehen können und dass sie das auch weitergeben.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Ilse K. Müller, geboren 1951, Studium der Germanistik, Philosophie und Mathematik in Heidelberg. Entwicklung der Wahrnehmungs- und Erkenntnisübungen. Seit 1981 im Michael Therapeutikum.

Christiane Kumpf, geboren 1957, Ausbildung zur Heilpädagogin. Studium innerhalb der Freien Musik Schule: Kunst, Pädagogik, Therapie. Seit 1985 im Michael Therapeutikum.