Die Menschheit will ein Ganzes werden…

Interkulturelle Begegnung als Anstoß zu individueller und sozialer Entwicklung

29.-31.10.

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Seit längerer Zeit findet in Deutschland eine Debatte über „Integration” statt, die in den letzten Wochen zusätzlich durch die Auseinandersetzung um das Buch von Thilo Sarrazin angeheizt wurde. Die Diskussion ergeht sich häufig in Pauschalurteilen teilweise diskriminierender Art. Die wirklichen Herausforderungen interkultureller Begegnung und die Bereicherung an Verständnis für die eigene Identität und die des Anderen, die daran entwickelt werden kann, werden zu wenig betrachtet. Dabei gibt es hervorragende Beispiele gelingenden Tuns auf diesem Gebiet, die noch mehr Aufmerksamkeit verdienen.

Das Seminar vom 29. bis 31. Oktober im Rudolf Steiner Haus in Frankfurt will einen Beitrag zur Verständigung leisten und Anregungen für die Kunst der Begegnung im eigenen Umfeld der Teilnehmer geben. Dabei bildet das Ringen um eine die zukünftige Gestaltung einer menschenwürdigen globalen Ordnung den Hintergrund. Gleichzeitig ist Raum für die Darstellung praktischer Beispiele.

Zum Programm

Den Auftakt bildet am Freitag, 29. Oktober, um 20 Uhr ein Vortrag von Christoph Strawe „Der Kampf um die neue Weltordnung”. Ulla Herrmannstorfer ergänzt diesen wie die anderen Vorträge durch Rezitationen; eine Aussprache folgt.

Am Samstag, 30. Oktober, stellt Ulrich Morgenthaler Persönlichkeiten vor, die im Kampf um eine neue Weltordnung Beiträge äußerst gegensätzlicher Art geleistet haben, darunter den US-Strategen Zbigniew BrzeziDski, den Begründer des Weltsozialforums Chico Whitaker und den Vordenker der EU Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi. Es folgt ein Bericht von Annette Massmann über „Interkulturelle Begegnung in der Praxis” am Beispiel der Zukunftsstiftung Entwicklungshilfe bei der GLS Treuhand e.V. Bochum.

Am Nachmittag lotet Udo Herrmannstorfer Tiefendimensionen des Themas aus (Christentum als Weg zum Verständnis des Anderen). Es folgt eine Gesprächseinheit. Nach der Abendpause berichtet Albert Schmelzer über die Praxis der Freien Interkulturellen Waldorfschule Mannheim.

Am Sonntag, 31. Oktober, gibt es ein Forum „Interkulturelle Begegnung als Anstoß zu individueller und sozialer Entwicklung, das von Harald Spehl eingeleitet wird.

Christoph Strawe

Freitag, 29. Oktober, 19.30 Uhr bis Sonntag, 31. Oktober, 12.30 Uhr. Die Menschheit will ein Ganzes werden. Seminar mit Udo und Ulla Herrmannstorfer, Dr. Annette Massmann, Ulrich Morgenthaler, Prof. Dr. Harald Spehl, Dr. Albert Schmelzer und Prof. Dr. Christoph Strawe. Veranstalter: Institut für soziale Gegenwartsfragen Stuttgart, Institut für zeitgemäße Wirtschafts- und Sozialgestaltung Dornach und Anthroposophische Gesellschaft Frankfurt, Goethe-Zweig. Kosten: 140,- (ohne Unterbringung und Verpflegung), Gemeinschaftsverpflegung, inkl. Pausenverpflegung 22,-. Veranstaltungsort: Rudolf Steiner Haus, Hügelstr. 67, 60433 Frankfurt am Main. Weitere Informationen und Anmeldung: Institut für soziale Gegenwartsfragen e.V., Libanonstr. 3, 70184 Stuttgart, Tel. 0711-2368950, E-Mail: Institut@sozialimpulse.de.

Foto: Prof. Dr. Christoph Strawe