Staatliche Anerkennung für biologisch-dynamische Fachkräfte

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Bio liegt im Trend – doch wie wird man eigentlich Ökolandwirt? Eine Möglichkeit dazu liegt direkt vor den Toren der Bankenstadt Frankfurt am Main: Dort gibt es die traditionsreiche Landbauschule des Dottenfelderhofs, die jetzt erstmals staatlich anerkannte Zeugnisse an ihre Absolventen vergeben konnte.

Bereits seit 1984 bietet der Dottenfelderhof in Bad Vilbel mit seiner Landbauschule Fortbildungen für den biologisch-dynamischem Landbau an. Seit 2009 ist sie die erste staatlich anerkannte Fachschule in diesem Bereich: Die Absolventen dürfen sich nun „Fachkraft für biologisch-dynamische Wirtschaftsweise” nennen. „Dieser erste staatlich anerkannte Kurs markiert einen Meilenstein in unserer langjährigen Arbeit”, freut sich Martin von Mackensen, der die Entwicklung maßgeblich vorangetrieben hat. „Wir sind stolz darauf, dass unsere Absolventen damit auch formal die Anerkennung erhalten, die sie schon lange verdienen und die auch auf dem Arbeitsmarkt von Bedeutung ist.” Mit der öffentlichen Vorstellung der Projektarbeiten der Teilnehmer wurde der Kurs in diesem Sommer abgeschlossen und gemeinsam mit zahlreichen Gästen gefeiert.

Seit 2002 liefen die verschiedenen Schritte zur Einleitung des Verfahrens, an dessen Ende die Landbauschule als Ergänzungsschule zu den bestehenden staatlichen Ausbildungsangeboten zertifiziert wurde. „Darin kommt auch eine gesellschaftliche Anerkennung der gesamten biologisch-dynamischen Arbeit zum Ausdruck – das hat eine immense Bedeutung für die gesamte Bewegung”, betont von Mackensen.

Die Landbauschule Dottenfelderhof richtet sich mit ihren einjährigen Fortbildungen an ausgebildete Landwirte oder Gärtner, die sich speziell mit der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise auseinandersetzen wollen. Wissenschaftliche Grundlagen der Landwirtschaft wie Botanik oder Wetterkunde, Tierhaltung und -züchtung stehen ebenso auf dem Lehrplan wie Betriebsführung sowie die Auseinandersetzung mit dem zugrundeliegenden anthroposophischen Menschen- und Weltbild. Außerdem sind künstlerische Kurse und Wahrnehmungsübungen als grundlegende Elemente über das ganze Ausbildungsjahr verteilt.

Quelle: Medienstelle Anthroposophie