Begegnung ist Kunst –

Kunst ist Begegnung

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Den Karl-Schubert-Werkstätten gelang es im Jahr 2008 ein geeignetes Areal im Zentrum von Bonlanden zu erstehen. Gesucht wurde ein Objekt, das einen direkteren Kontakt zu der Bevölkerung ermöglicht und zudem den gesellschaftlich und sozialpolitisch geforderten Integrations- und Inklusionsideen entspricht. Die ehemalige Gastwirtschaft „Ochsen”, mit großzügig bemessenen Nebenräumen, entsprach den Anforderungen. Die Räumlichkeiten schienen geeignet zu sein für den Umbau des Erdgeschosses zu einer Produktionsstätte und zur Schaffung von Wohnmöglichkeiten in den zwei Obergeschossen. Nach langen Planungs- und Renovierungsphasen konnte im Frühjahr 2010 das Richtfest gefeiert werden.

Richtfest im „Ochsen”

Am Mittwoch, den 28. April 2010 waren beinahe 100 Gäste zusammen gekommen um das Richtfest in der Bonländer Hauptstraße miteinander zu feiern. Architekt Eckhard Berger wie auch Bauleiter Thomas Sommer fanden sich mit einer großen Zahl beteiligter Bauarbeiter pünktlich um 16:00 Uhr ein. Direkte Nachbarn kamen, sowie zahlreiche betreute Beschäftigte, darunter eine große Anzahl zukünftiger Bewohner. Viele Mitarbeiter der Werkstätten, der Verwaltung und der Wohnbereiche, viele Eltern, wie auch Mitglieder der ehemaligen Initiative „Yggdrasil” waren ebenfalls der Einladung gefolgt und bestaunten die erfreulichen Baufortschritte.

Nach den begrüßenden Worten durch den Geschäftsführer Wolfgang Woide stiegen die Zimmerleute auf das Dach, sprachen den Richtspruch, tranken auf aller Wohl und schleuderten beherzt ein Weinglas zur Erde.

„Nicht zuletzt auch diese kraftvolle Geste ermutigt uns daran zu glauben, dass wir das Gebäude mit Nudel-Manufaktur und ambulantem Wohnen im Herbst bzw. spätestens im Winter diesen Jahres tatsächlich in Betrieb nehmen können” so Wolfgang Woide

Besichtigung der Räume und Kunstausstellung

Sieben Monate sind nun vergangen. Die Karl-Schubert-Werkstätten möchten jetzt mit dem Motto „Begegnung ist Kunst - Kunst ist Begegnung” in den „neuen” alten Ochsen zu einer Kunstbege-gnung einladen. Nun sind die umfangreichen Umbauarbeiten in der Ortsmitte von Bonlanden beinahe abgeschlossen und so manches Kunststück musste bei der aufwändigen Neugestaltung des Gebäudes vollbracht werden. Sowohl im Inneren, als auch im Äußeren wa-ren viele baulichen Maßnahmen notwendig, damit nun ein gesamtes „Kunstwerk” entstehen konnte. Die Karl-Schubert-Werkstätten freuen sich daher sehr, noch vor dem Einzug in die Wohnungen und vor Inbetriebnahme der Arbeitsräume, zu einem Begegnungswoch-enende einladen zu können. Eine Besichtigung der Wohnungen ist nach dem Bezug ver-ständlicherweise nicht mehr möglich. Sie können sich bei einer Führung durch die Räumlichkeiten ein Bild der gelungenen Aufteilung des Hauses machen. Im Erdgeschoss befindet sich der Arbeitsbereich der Nudel-Manufaktur, während die zwei Obergeschosse den Wohnbereich mit sechs Wohneinheiten beherbergen. Dabei werden Sie eine Vorstellung davon erhalten, wie hier jeden Tag das Kunststück der täglichen Begegnung beim Wohnen, bei der Arbeit, und natürlich auch im neuen Laden vollbracht wird. „Wir begegnen Nachbarn, dem Briefträger, Kunden und Passanten.” Sie können im neuen Laden ab Jahresbeginn ein großes Sortiment an selbstgemachten De-meter-Nudeln einkaufen. Von Spaghetti über Spätzle bis zu Suppennudeln, ob mit oder ohne Ei und auch mit frisch eingearbeiteten Kräutern, wie Basilikum, Schnittlauch oder Ru-cola! Alles rund um die Nudel und in bester Qualität. Die gen-auen Ladenöffnungszeiten werden Ihnen noch bekannt gegeben.

Begegnung ist Kunst – Kunst ist Begegnung

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Die Begegnungstage im „Ochsen” werden von der Präsentation der Kunstwerke unterschiedlichster Art geprägt sein. Der Stuttgarter Kunstsachver-ständige Herr Ulrich Springer stellt aus seiner umfangreichen Sammlung originale Gemälde aus der Moderne zur Verfügung. Die Bilder zahlreicher zeitgenössischer Künstler werden zu Preisen von 50,- bis 5.000,- Euro verkauft. Der Erlös geht anteilig an die Karl-Schubert-Werkstätten. Zudem präsentiert das Karl-Schubert Kultur- und Bildungswerk in einer weiteren Ausstellung Arbeiten aus dem Schaffen von Künstlern mit und ohne Behinderung. Weiterhin können Sie das mittlerweile international bekannte KSW-Kunststück erwerben. Das Holzobjekt kann jeder Interessierte in einer Box kaufen, es künstlerisch gestalten und an die KSW zurückschicken. Das fertige Werk wird dann in verschiedenen Ausstellungen gezeigt und im Internet präsentiert (www.ksw-ev.de).

Die „Kunststück-Box” wird von den Karl-Schubert-Werkstätten hergestellt und vertrieben. So schafft hier Kunst auch Arbeitsplätze für behinderte Menschen. Während der gesamten Öffnungszeit der Begegnungstage stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Karl-Schubert-Gemeinschaft e.V. für Informationen und Gespräche zur Verfügung. Öffnungszeiten: Freitag, 26.11.2010, 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr. Samstag, 27.11.2010 und Sonntag, 28.11.2010 jeweils von 11:00 bis 18:00 Uhr. Besonders herzlich laden die Karl-Schubert-Werkstätten zur feierlichen Eröffnung mit Vernissage am Freitag, den 26. November 2010 um 16:00 Uhr in die Bonländer Hauptstraße 31 ein.