DAAD-Preis für Jiyoung Lee von der Alanus Hochschule

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Im Rahmen der feierlichen Eröffnung des Studienjahres hat die Alanus Hochschule zum sechsten Mal den DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender vergeben. Die diesjährige Preisträgerin ist Jiyoung Lee aus Süd-Korea.  

Die 34-jährige Künstlerin studiert seit 2005 Malerei an der Alanus Hochschule und hat ihre Ausbildung vor wenigen Tagen mit dem Diplom abgeschlossen. Ihre fernöstliche Herkunft hat auch ihre künstlerische Arbeit geprägt. Im Laufe des Studiums hat sie sich auf diverse graphische Techniken spezialisiert und insbesondere Werke im Absprengverfahren erstellt. Eine Technik, die sie meisterlich handhabe und bei der sie eine außerordentliche Präzision und Feinheit entwickelt habe, wie Andreas Orosz, Professor für Malerei, in seiner Laudatio betonte. Bei dieser Negativtechnik wird schwarze Farbe auf weiße Farbe aufgetragen und durch chemische Verfahren die weiße Farbe wieder gelöst, so dass die entstandenen Werke sich auch durch den Reiz des Zufälligen auszeichnen. Jiyong Lee setze sich in ihren Arbeiten besonders mit Dunkelheit als innerer und äußerer Raum und der Farbe Schwarz auseinander. „Ihre Werke zeigen eine hohe Sensibilität in der Motivauffassung und in der Umsetzung auf Papier”, lobte der Malerei-Professor. Gleichzeitig blieben ihre Arbeiten spielerisch und experimentell.

Neben dem Studium engagierte Lee sich zudem für den deutsch-koreanischen Austausch. Mit anderen koreanischen Kommilitonen hat sie an der Hochschule verschiedene Veranstaltungen zur Kultur ihres Heimatlandes organisiert.

Alle ausländischen Studenten der Hochschule konnten sich mit einem aktuellen Projekt bewerben. Der mit tausend Euro dotierte Preis wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) zur Verfügung gestellt

 Claudia Zanker

 

Foto:

Prof. Andreas Orosz gratuliert der Preisträgerin Jiyoung Lee.