24.-27.6.

Zukunft der Arbeit – Karma des Berufs

Öffentlicher Kongress in Bochum

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„Das Heil einer Gesamtheit von zusammenarbeitenden Menschen ist um so größer, je weniger der einzelne die Erträgnisse seiner Leistungen für sich beansprucht, das heißt, je mehr er von den Erträgnissen an seine Mitarbeiter abgibt, und je mehr seine eigenen Bedürfnisse nicht aus seinen Leistungen, sondern aus den Leistungen der anderen befriedigt werden.”

Rudolf Steiner „Geisteswissenschaft und soziale Frage”,

(GA 34, S. 213)

Vom 24. bis 27. Juni findet in Bochum ein öffentlicher Kongress zu dem Thema „Zukunft der Arbeit - Karma des Berufs“ statt, veranstaltet von der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland, die gleichzeitig ihre Mitgliederversammlung in zwei internen und einer öffentlichen Versammlung abhält.

Der Kongress „Zukunft der Arbeit - Karma des Beruf“ möchte Fragestellungen zu einem neuen Verständnis von Arbeit und Einkommen, von Beruf und Berufung anregen.

• Wie entsteht eine Wirtschafts- und Sozialethik, durch die der Mensch die Erde, auch für zukünftige Generationen, lebenswerter macht?

• Wie verändern sich schon heute Unternehmen und wie sieht eine Organisation der Zukunft aus? Wie verhalten sich Arbeit und Menschenwürde zueinander – bei uns in Europa und in ärmeren Ländern weltweit?

• Was haben einzelne Menschen auf diesen Gebieten bereits geleistet und wie können wir uns gegenseitig anregen, das zu tun, was auch wirklich zu tun ist? Wir erleben heute die Konsequenzen und Folgen unserer vergangenen Taten. Ob es um Ökologie, Wirtschaft oder

Gesellschaft geht – die Menschheit ist an eine Grenze

gekommen, an der sie sich die Frage stellen muss, wie viel Zukunft ihr noch bleibt und welchen Einfluss sie im Hier und

Jetzt auf kommende Entwicklung nehmen kann.

Karma bedeutet, die Folgen seiner Handlungen auf sich zu nehmen und sich einer nachhaltigen Verantwortung zu

stellen. Ohne eine sinngebende, ethisch und moralisch vertretbare Neuorientierung sind die Gegenwartskrisen nicht zu meistern.

• Was könnten neue Perspektiven für eine zukunftsorientierte Berufs- und Arbeitswelt sein?

• Welche Ansätze dazu sind schon vorhanden?

• Was macht letztlich das soziale Leben gesund?

Der Kongress „Zukunft der Arbeit - Karma des Berufs” will Arbeitsrichtungen und Praxisfelder aufzeigen, diskutieren und Mut machen, auch neue und unkonventionelle

Wege einzuschlagen. Dabei geht es sowohl um spirituelle Grundlagen, als auch um deren

praktische und gesellschaftlich relevante Verwirklichung.

Für Vorträge, Foren, Podiumsgespräche und Arbeitsgruppen, die den Teilnehmern in der Programmgestaltung individuellen Spielraum bieten, haben u.a. folgende Referenten zugesagt: Frithjof Bergmann, Herta Däubler-Gmelin, Friedrich Glasl, Wolfgang Gutberlet, Gerald Häfner, Udo Herrmannstorfer, Wolf-Ulrich Klünker, Joachim v. Königslöw, Dirk Kruse, Christoph Lindenau, Paul Mackay, Andreas Neider, Enno Schmidt, Peter Selg, Johannes Stüttgen, Linda Thomas, Götz Werner.

Dezentrale Foren erweitern das Programm auch räumlich und führen die Kongressbesucher an verschiedene Einrichtungen und Orte der Ruhrmetropole, die 2010 zum ersten Mal den Titel „Kulturhauptstadt Europas” tragen wird. Hier sind es die GLS-Bank Bochum, die Demeter-Höfe im Windrather Tal, das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke, das Bochumer Kulturhaus OSKAR, die Universität Witten-Herdecke, die Arbeitsgemeinschaft der Waldorfschulen Dortmund, Witten-Annen Institut für Waldorfpäadogik sowie eine Exkursion zur Zeche Zollverein, die den Teilnehmern eine vielschichtige Arbeits und Kulturlandschaft in der konkreten Begegnung vor Ort erschließen werden.

Hartwig Schiller

Michael Schmock

Aus dem Programm:

Donnerstag, 24.6., 20 Uhr, Eröffnungsveranstaltung mit einem Vortrag von Prof. Götz Werner „Wie schaffen wir Initiative weckende Rahmenbedingungen“.

Freitag, 25. Juni, ab 9.30 Uhr, Vorträge, ab 11.30 Uhr, Gesprächsforen, ab 15 Uhr Arbeitsgruppen, 20 Uhr Festlicher Abend im Gedenken an die Verstorbenen.

Samstag, 26. Juni, ab 9.30 Uhr, Kurzvorträge im Plenum, 11.30 Uhr Podiumsgespräch, ab 15 Uhr, Dezentrale Foren (Besuche von Institutionen im Ruhrgebiet), 20 Uhr, Johanni-Festabend.

Sonntag, 27. Juni, ab 10 Uhr Vorträge, ab 11.45 Uhr, Podiumsgespräch zum Abschluss.

Donnerstag, 24. Juni, 17 Uhr: Interne Mitgliederversammlung (Teil 1) der Anthroposophischen Gesellschaft e.V.

Freitag, 25. Juni, 11.30 Uhr, Interne Mitgliederversammlung (Teil 2)

Sonntag, 27. Juni, 11.45 Uhr, Öffenliche Mitgliederversammlung (Teil 3) mit Abschlussplenum und Podiumsgespräch: Das Karma des Berufs. Vor welcher Kulturaufgabe stehen wir? Plenum: Paul Mackay, Hartwig Schiller, Peter Selg, Linda Thomas, Götz Werner. Moderation: Michael Schmock.

Donnerstag, 24. bis Sonntag, 27. Juni. Zukunft der Arbeit - Karma des Berufs. Öffentlicher Kongress und Mitgliederversammlung der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland. Kosten: 60,- / 40,- für Mitglieder, zzgl. Verpflegung. Veranstaltungsort: Rudolf-Steiner-Schule Bochum, Hauptstraße 238, 44892 Bochum-Langendreer.

Weitere Informationen und Anmeldung bis 10. Juni: Sekretariat Anthroposophische Gesellschaft in Deutschland, Rudolf-Steiner-Haus, Zur Uhlandshöhe 10, 70188 Stuttgart, Tel. 0711-164 3121, Fax -30. Online-Anmeldung unter: www.anthroposophische-gesellschaft.org.