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Der kleine Prinz Antoine de Saint-Exupery

+kleinerprinz24.tif

ein sinnliches Vergnügen für die ganze Familie.

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„Man sieht nur mit dem Herzen gut.

Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.”

Ein Pilot muss in der Wüste notlanden. Fernab jeglicher Zivilisation ist er ganz auf sich’ selbst und vor allem seinen Verstand angewiesen, um seine Maschine so rasch wie möglich wieder flugtauglich zu machen.

Der „Zufall” will es, dass der kleine Prinz und der Pilot ein-ander mitten in der Sahara treffen. Nach längerer Unterhaltung wird klar, dass der kleine Prinz nicht von einem Planeten kommt, sondern von einem Asteroiden. Auf seiner Reise durch das Universum lernt er die verschiedensten Menschen kennen.

Die großen Leute sind sehr sonderbar. Sie wollen herrschen, wo es nichts zu befehlen gibt, und besitzen, wo man nichts haben kann, und sie rechnen immerzu mit Zahlen herum. Sie sind alle nur mit sich beschäftigt und orientierten sich an Äußerlichkeiten. Dafür wollen sie auch noch bewundert werden. Obwohl jeder allein auf seinem Planeten sitzt: der König, der Eitle, der Geschäftsmann, der Forscher... All diesen Leuten begegnet der kleine Prinz auf seiner Reise durch das Universum. Erst auf der Erde erfährt der kleine Prinz, dass die Einsamkeit des Einzelnen nur mit Hilfe von echten Gefühlen wie Freundschaft oder Liebe zu überwinden ist. Ein Fuchs lehrt ihn das Geheimnis der Freundschaft, das darin besteht, dass ein Mensch für den anderen Verantwortung trägt. Nachdem er von einer Schlange gebissen wird, fällt der kleine Prinz lautlos in den Sand und ist am folgenden Morgen verschwunden. Am Ende erweist sich diese Reise für den Flieger auch als eine Reise zu sich selbst. Er hat sein Flugzeug reparieren können und kehrt in seine Welt zurück, die er nun mit völlig anderen Augen sehen kann. Antoine de Saint - Exupery (1900 - 1944) war leidenschaftlicher Flieger und erlebte während seiner Tätigkeit im Militärdienst selbst mehrere Flugzeugabstürze.

Von seinem letzten Flug kehrte er nicht zurück. Seine schriftstellerische Arbeit war eher ein Hobby, mit dem er allerdings sehr erfolgreich war.

Das von Saint-Exupery selbst illustrierte Buch ist 1943 erschienen und entstand während des Zweiten Weltkriegs nach der Emigration des Verfassers in die USA. Es erzählt eine fantasievolle, tiefgründige Geschichte über das Leben voller Fragen, die so leicht sind, dass jedes Kind sie stellt, und so schwer, dass kaum ein Erwachsener sie wirklich beantworten kann.

Es ist ein leidenschaftliches Plädoyer für Freundschaft und Mitmenschlichkeit.

Integration im Spiel:

Theaterspielen fördert den gegenseitigen Respekt, tolerantes Miteinander, die Sensibilisie-rung füreinander und das Entdecken eigener Fähigkeiten. Eine erfolgreich abgeschlossenen Aufführung fördert und unterstützt den Mut für das eigene Handeln. Alle Menschen sind Mitglieder von Gesellschaften – Teil von einem Ganzen. Auch der behinderte Mensch ist ein Teil unserer Gesellschaft. Unser Anliegen ist es, die Kategorien von behindert und nichtbehindert aufzulösen und damit in der Gesellschaft Toleranz und Akzeptanz zu fördern. Im Mittelpunkt unseres Tuns steht der Mensch mit seinen Stärken, und Schwächen und die sensible Kooperation von Ensemblemitglieder untereinander. Menschen mit und ohne Behinderung sollen den Umgang miteinander als normal erleben. Die Arbeitsweise lehnt sich an das Assistenzmodell an, d.h. der Mensch mit Behinderung bekommt in Situationen, die er/sie (noch) nicht alleine bewältigen kann, Hilfestellung von außen.

Inszenierung: Norbert Heese

Martin Zürcher Der König lädt ein: Filharmonie Filderstadt, 1.und 4.7. 20 Uhr - 8,-/6,- EUR.