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„One World Award”

–Globalisierung positiv gestalten

Wahl der Finalisten

Ägypten/Bolivien/Burkina Faso/Schweiz/Türkei/Deutschland, Juni 2010

Die Jury hat entscheiden, die fünf Finalisten des zweiten, internationalen „One World Awards” stehen fest. Die Besuche der ausgewählten Projekte vor Ort bestätigen, dass die Aktivitäten der Preisträger mit den Zielen des „One World Awards” übereinstimmen.

Die fünf Finalisten des „One World Awards” 2010 tragen mit außergewöhnlichem Engagement dazu bei, der Globalisierung eine Chance, aber vor allem eine positive Dimension zu geben. Durch ihr Handeln setzen sie sich in besonderen Maßen für eine lebenswerte Zukunft ein. Die Finalisten sind:

Beti Minkin, setzt sich seit 1994 aktiv für die Entwicklung nachhaltiger Dorfprojekte in Anatolien/Türkei ein. 2006 gründete sie die Anatolia Foundation mit dem Ziel, die kulturellen Traditionen und die Biodiversität in der Region zu bewahren. Eines der wichtigsten Projekte der Stiftung ist die Förderung der biologischen Landwirtschaft und der Erhalt alter Getreidesorten, wie z.B. Emmer. Beti Minkin ist es gelungen, über 200 Familien in das Projekt zu integrieren und Einkommensmöglichkeiten für sie zu schaffen. Vor allem für die Frauen vor Ort ist sie ein sehr wichtiges Vorbild. www.anatoliafoundation.org

EL CEIBO ist ein Zusammenschluss von 1.200 Kakao-Bauern in Bolivien. Gegründet 1977 gehört die Produzentengenossenschaft zu den Pionieren des biologischen Kakaoanbaus. Das Angebot reicht vom hochwertigen Bio-Kakao als Rohware bis hin zu feinsten Bio-Schokoladenprodukten. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette handelt EL CEIBO nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus und des Fairen Handels. Die Genossenschaft engagiert sich auch sehr stark im sozialen Bereich: Neben Altersvorsorge, Gesundheits- und Ausbildungsunterstützung arbeitet sie mit einer Mikrofinanzorganisation zusammen und ermöglicht Bauern Kredite, damit sie in ihre Arbeit investieren können. www.elceibo.com

Helmy Abouleish ist Direktor der SEKEM Group in Kairo/Ägypten. Er ist in die Fußstapfen seines Vaters Dr. Ibrahim Abouleish getreten, der SEKEM 1977 auf wenigen Hektar Sand in der Wüste gründete. Heute gehört SEKEM zu den Marktführern für biologisch-dynamische Lebensmittel, pflanzliche Arzneimittel und Naturtextilien aus biologischer Baumwolle. Doch SEKEM ist mehr als eine „Farm”. SEKEM ist eine Gemeinschaft von Menschen aller Nationen und Kulturen, die miteinander arbeiten und lernen, die Erde pflegen und der Gesellschaft dienen. SEKEM investiert in die Zukunft Ägyptens und engagiert sich stark im pädagogischen Bereich. Eine Schule mit Kindergarten, ein Berufsbildungszentrum, eine Akademie für angewandte Kunst & Wissenschaften und eine freie Universität bilden die Basis für eine gute Ausbildung der jungen Menschen in Ägypten. Durch seinen ganzheitlichen Ansatz ist SEKEM der Brückenschlag zwischen Christentum und Islam bzw. der westlichen und arabischen Welt gelungen. www.sekem.com

Dr. Hans Rudolf Herren gründete 1998 die Stiftung Biovision in der Schweiz mit dem Ziel, die Lebenssituation der Menschen in Afrika nachhaltig zu verbessern und die Natur als Grundlage allen Lebens zu erhalten. Der weltweit anerkannte Insektenspezialist Hans Rudolf Herren hat in den 80er Jahren mit der biologischen Bekämpfung von Schmierläusen im Grundnahrungsmittel Maniok Millionen von Menschen in Afrika vor dem Hungertod gerettet. 1995 wurde er dafür als erster und bisher einziger Schweizer mit dem Welternährungspreis ausgezeichnet. Biovision leistet Hilfe zur Selbsthilfe und fördert ökologisches Denken und Handeln. Ein beispielhaftes Projekt ist die Verbreitung der Push-Pull-Anbaumethode in Kenia. Mrs. Rachel Agola ist Bäuerin und zählt zu den Pionieren bei der Entwicklung der umweltfreundlichen Technologie, welche die Maiserträge und die Bodenfruchtbarkeit verbessert – ohne den Einsatz von Kunstdüngern, Pestiziden und Gentechnik. Weitere Projektschwerpunkte sind: Malariaprophylaxe und Bekämpfung, Förderung des Kleingewerbes und Schutz der Biodiversität. www.biovision.ch

Franziska Kaguembèga-Müller ist Gründerin der newTree Foundation in der Schweiz. Unter dem Slogan: „Daring visions – living dreams” (Visionen wagen – Träume leben). In Burkina Faso leitet sie das Projekt zur Wiederbewaldung der Sahelzone Afrikas, um die Lebensgrundlage der ländlichen Bevölkerung zu verbessern und eine Regeneration des Bodens und der Vegetation zu ermöglichen. Zusammen mit Großfamilien, Frauengruppen und Partnerorganisationen fördert newTree Foundation die Bewaldung von Ödlandflächen. Geschützt vor Ziegen und Schafen, wächst eine herrliche Vielfalt einheimischer Baumarten aus den Samen und Wurzeln heran, die im Boden vorhanden sind, aber vor den Tieren geschützt werden müssen. www.newtree.ch

“Spannend bleibt die Frage, wer die handgefertigte „One World Award”-Statue und das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro – gestiftet von RAPUNZEL NATURKOST – erhält. Die Jurymitglieder Joseph Wilhelm, Gründer und Vorstand RAPUNZEL NATURKOST, die beiden Träger des Alternativen Nobelpreises, Vandana Shiva aus Indien und Tewolde Egziabher aus Äthiopien, und der IFOAM Vizepräsident Roberto Ugas aus Peru haben entschieden. Am 17. September 2010, im Rahmen des Rapunzelfestivals in Legau, heißt es dann „And the winner is ...”

Hintergrundinformationen:

Wir stehen heute vor der Herausforderung einen Weg zu finden, die Chancen der Globalisierung zu nutzen, mit dem Ziel diese Welt besser und fairer zu machen und als Lebensgrundlage für alle zu erhalten. Diese Tatsache bewegte den deutschen Bio-Pionier und Gründer der RAPUNZEL NATURKOST AG, Joseph Wilhelm, einen neuen internationalen Preis ins Leben zu rufen – den so genannten „One World Award”. Der „One World Award” wurde 2008 erstmals verliehen. Die International Federation of Organic Agriculture Movements (IFOAM) hat die Schirmherrschaft übernommen. Die Auszeichnung, die handgefertigte OWA-Statue und das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro erhielt Lal Emmanuel und die Nagenahiru Stiftung in Sri Lanka, die sich einer Vielzahl nachhaltiger Projekte widmen. Unter anderem setzen sie sich für den Schutz und die Aufforstung von Mangrovenwäldern ein.

Mehr Informationen erhalten Sie unter: www.one-world-award.de