16.-18.7.

Seminar: Freiheit entsteht im Dialog

Der Zauber gemeinsam zu denken

„Fähigkeiten sollen wir wecken, nicht Überzeugungen überliefern.”

R. Steiner

Freitag, 16. bis Sonntag, 18. Juli, Einführung in den „Dialogprozess”, in den „Offenen Dialog”, Veranstaltungsort: Hof Sondern, Obersondern 1-6, 42399 Wuppertal. Veranstalter und weitere Informationen: Akademie Sozial. Zentrum für lebenslanges Lernen, www.dialogprojekte.de.

Die unübersehbaren Probleme und Veränderungsnotwendigkeiten unserer Zeit zeigen deutlich, dass viele unserer überkommenen Deutungs- und Lösungsversuche den Herausforderungen in uns, unseren Organisationen, unserer Kultur nicht mehr gerecht werden können. Möglicherweise hat das damit zu tun, dass sich unser Denken oft auf eingefahrenen, konventionellen Bahnen bewegt, dass Probleme mit Hilfe vergangenheitsorientierter veralteter Maßstäbe und Projektionen gelöst werden sollen und dass die Unfähigkeit, wirklich miteinander sprechen zu können, die Probleme eher konserviert oder vergrößert, anstatt zu versuchen, diese wirklich zu lösen. Möglicherweise ist es das Denken selbst - mein Denken - unser Denken - was transformiert werden muss, um wirklich Neues, Nachhaltiges gemeinsam hervorzubringen. Ist das überhaupt möglich?

Der „Offene Dialog” nach David Bohm und Martin Buber lädt Einzelne und Gruppen ein, ihre Denk- und Lernprozesse gemeinsam zu beobachten. Zu erforschen, ob und wie es möglich ist, gemeinsam zu denken, wirklich Neues in die Welt zu bringen – sowohl persönlich wie beruflich – wird zu einer neuen Gemeinschaftskunst . Durch die achtsame Erkundung persönlicher, weltanschaulicher und kultureller Muster und Modelle, die oft einem vertieften Verständnis von Fragen, Aufgaben und Notwendigkeiten im Wege stehen, eröffnet dieser Dialogprozess in der Gruppe neuen Raum für kreative, entwicklungsfördernde Ideen und Lösungen für den Einzelnen, für Teams, Organisationen oder andere Gemeinschaften.

Ausgehend von den Forschungen des Quantenphysikers Prof. David Bohm der viele Dialoge u.a. mit dem beutenden Geistesforscher J. Krishnamurti führte, wurde in den neunziger Jahren am Massachusetts Institute of Technology (MIT) das Projekt „Dialogprozess” - „Offener Dialog” erforscht und entwickelt. Die Forscher versuchten grundlegenden Fragen des menschlichen Denkens, dessen Möglichkeiten sowie Begrenzungen und deren Folgen auf den Grund zu gehen. Eine Weiterentwicklung dieser Forschung durch Prof. F. Dhority und Dres. M. und J. Hartkemeyer unter Einbeziehung von Martin Bubers Idee von menschlicher Begegnung, wo der Dialog beschrieben wird als echtes Zusammentreffen von Menschen, die sich einander in Wahrheit zugewandt haben, sich rückhaltlos äußern und vom Scheinen wollen frei sind, führt zu dem mit allen Teilnehmenden sich weiterentwickelnden jetzigen Konzept.