Attraktive Arbeitsplätze frei: Lehrer an Waldorfschulen

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Auf durchwegs gute Resonanz stieß die Aktion „Tag des Waldorflehrers” – über eine Hotline und einen Live-Chat konnten sich Interessenten und Medienvertreter über die Möglichkeiten und Perspektiven des Waldorflehrerberufes informieren.

       

Ein „Tag des Waldorflehrers” am Mittwoch, dem 19. Mai hat bundesweit auf den steigenden Bedarf an Lehrkräften an Waldorfschulen aufmerksam gemacht. Zu diesem Zweck hat der Bund der Freien Waldorfschulen zusammen mit den Seminaren für Waldorflehrerbildung eine Hotline geschaltet, über die sich Interessierte direkt über Ausbildungsmöglichkeiten informieren konnten (Tel. 0800 WALDORF oder 0800-9253673 sowie Live-Chat unter www.bildung-fuers-leben.de). Rund 600 Stellen für Nachwuchslehrer sind jährlich an Waldorfschulen zu besetzen.

„Es ist den meisten jungen Leuten gar nicht klar, was für ein vielseitiger, kreativer Beruf da auf sie wartet”, erklärte Walter Riethmüller vom Vorstand des Bundes der Freien Waldorfschulen. Lehrer sein bedeute in Zeiten gesellschaftlichen Wandels zwar eine große Herausforderung, die Waldorfpädagogik sei jedoch in der Lage, die jungen Lehrer mit dem notwendigen wissenschaftlichen und methodischen Rüstzeug zu versehen.

Der Bedarf an Waldorflehrern ergibt sich zum einen aus der ständig steigenden Nachfrage nach Plätzen an den Waldorfschulen, zum anderen aus der Tatsache, dass rund ein Viertel der Waldorflehrer in den nächsten zehn Jahren das Pensionsalter erreicht. Insgesamt sind zurzeit rund 8.000 Lehrkräfte an den Waldorfschulen in Deutschland tätig.

Die Aktion des Bundes der Freien Waldorfschulen und der Waldorflehrerseminare fand im Rahmen einer bundesweiten Kampagne statt, die für den Beruf des Waldorflehrers begeistern soll. Sie richtet sich sowohl an Quereinsteiger, die nach einem universitären Fachstudium die Qualifikation des Waldorflehrers als Weiterbildung erwerben als auch an Studienanfänger, die ein Studium an einem Waldorflehrerseminar beginnen wollen.

Neu in diesem Zusammenhang sind zum einen das Fernstudium Waldorfpädagogik in Jena, zum anderen die Möglichkeit der Fortbildung zum Waldorflehrer mit Unterstützung der Bundesagentur für Arbeit am Lehrerseminar für Waldorfpädagogik in Kassel. Voraussetzung dafür war die Anerkennung des Seminars als förderungswürdige Weiterbildungseinrichtung gemäß der Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung (AZWV). Dazu musste das Seminar ein Zertifizierungsverfahren auf der Grundlage der Norm ISO 90001:2000 durchlaufen. In dieser europaweit gültigen Norm werden Voraussetzungen und Grundlagen der Qualitätssicherung (QM) bestimmt.

Neben der Hotline hat der Bund der Freien Waldorfschulen auch eine Homepage eingerichtet, auf der alle Informationen zum Thema „Waldorflehrer werden” zusammengefasst sind (www.bildung-fuers-leben.de).

Insgesamt gibt es elf Hochschulen und Seminare, an denen Aus- und/oder Fortbildungen zum Waldorflehrer angeboten werden sowie zahlreiche berufsbegleitende Waldorflehrerseminare. Ihre Kontaktdaten und Websites sind über die zentrale Homepage www.bildung-fuers-leben.de zu finden.

Über den Bund der Freien Waldorfschulen e.V.

Die deutschen Waldorfschulen haben sich zu einem Bund der Freien Waldorfschulen e.V. mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen. Die föderative Vereinigung lässt die Autonomie der einzelnen Waldorfschule unangetastet, nimmt aber gemeinsame Aufgaben und Interessen wahr. Korporative Mitglieder sind derzeit 219 Waldorf- und Rudolf-Steiner-Schulen sowie elf Seminare/Hochschulen für Waldorfpädagogik. Daneben gibt es rund 1.900 persönliche Mitglieder.

Die erste Waldorfschule wurde 1919 in Stuttgart eröffnet. Nach 90 Jahren Waldorfpädagogik gibt es heute weltweit über 1.000 Waldorfschulen sowie 2.000 Kindergärten und Förder-Einrichtungen in allen Erdteilen, darunter auch in Israel, Südafrika und Ostasien.

Peter Augustin

Pressesprecher