Buchrezension

Rudolf Steiner in Wien

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Anlässlich des Jubiläumsjahres zum 150. Geburtstages von Rudolf Steiner 2011 ist ein Reiseführer der besonderen Art über Wien und die nähere Umgebung erschienen. Den Orten seines Wirkens werden mit den Anekdoten seiner Erlebnisse Wahrhaftiges eingehaucht. Rudolf Steiner hat mehr als zehn Jahre als junger Erwachsener in Wien gelebt. Er studierte an der Technischen Hochschule, verdiente sich sein Einkommen als Hauslehrer einer jüdischen Kaufmannsfamilie, stand in Kontakt mit Künstlern, Schriftstellern und Gelehrten aus Wien, wie Rosa Myreder, Fritz Eckstein, Stefan Zweig, Hermann Bahr oder Bruno Walter, und wurde hier zum Herausgeber von Goethes Naturwissenschaftlichen Schriften sowie Redakteur der Wiener Deutschen Wochenschrift.

Der Reiseführer, der auf einer Idee von Vera Koppehel, Rudolf Steiner Archiv in Dornach, basiert, führt vom Geburtsort Kraljevec im heutigen Kroatien über die niederösterreichischen Stationen seiner Kindheit und Jugend hin zu den Wirkungsstätten und Orten, an denen er sich in Wien aufgehalten hat. Genaue Ortsangaben und Verweise zu weiteren Informationen flankieren mit zahlreichen Details zu Steiners Lebensgang in der Donaumetropole und lassen ein lebendiges Bild entstehen, sowohl vom „Mystiker“, als auch vom Intellektuellen, Philosophen, Wissenschaftler und auch dem Kaffeehäusler im Fin de siècle. Eine Zeittafel zu Steiners Leben und einzelne Abbildungen komplettieren die biograpischen Facetten.

Der Autor Wolfgang Zumdick, geboren 1957, veröffentlichte bereits Bücher zu Joseph Beuys und Rudolf Steiner, ist Mitherausgeber und Kommentator der Rudolf Steiner Gesamtausgabe.

Am 27. Februar 2011, am 150. Geburtstag Rudolf Steiners, wird er sein Buch um 11 Uhr in der Nationalbibliothek in Wien und um 20 Uhr im Café Griensteidl, Wien, präsentieren.

red./Michaela Frölich

Wolfgang Zumdick: Rudolf Steiner in Wien: Die Orte seines Wirkens. 2010 Metroverlag. Broschiert. 123 S. EUR 12,-