Aktuelle Bildungspolitik und Waldorfpädagogik

3.12.

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Prof. Dr. Rainer Patzlaff, international bekannt als erfahrener Waldorflehrer, Publizist und Medienforscher, verteidigt an diesem Abend das Recht des Kindes auf Kindheit. Unter dem Diktat des modernen wirtschaftlichen Denkens muss alles schneller und schneller gehen, nicht nur in der Produktion, sondern auch in der Pädagogik. Entsprechend bauen die Kultusbehörden derzeit das Bildungswesen um. Es bleibt nur die Frage: Lernen Kinder heute schneller? Lassen sich die Entwicklungsprozesse eines Kindes beliebig vorverlegen?

„Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht” sagt ein afrikanisches Sprichwort. Was aber geschieht mit den Kindern, an denen man immer mehr zieht? Die schon vorliegenden Erfahrungen deuten darauf hin, dass die ohnehin schon wachsenden Gesundheitsprobleme der Kindheit dadurch eher noch verschärft statt behoben werden.

Der Referent des Abends ist mit entsprechenden Forschungsarbeiten befasst. Es geht ihm nicht um Polemik, sondern um das Recht des Kindes auf Kindheit. Er möchte zeigen, dass eine Pädagogik, die den Kindern Zeit lässt für ein gesundes Ausreifen aller Fähigkeiten, die beste Investition in die Zukunft ist.

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Prof. Dr. Rainer Patzlaff


Prof. Dr. Rainer Patzlaff leitet seit 2001 das von ihm gegründete Institut für Pädagogik, Sinnes- und Medienökologie (IPSUM) in Stuttgart, das sich u.a. mit Forschungsprojekten zum Zusammenhang von Gesundheit und Pädagogik beschäftigt und Ausbildungskurse für „Elternberater/innen Frühe Kindheit” anbietet. Seit 2010 ist er Professor für Kindheitspädagogik an der Alanus-Hochschule in Alfter (bei Bonn) und leitet dort den Bachelor-Studiengang „Kindheitspädagogik”.

Freitag, 3. Dezember, 20 Uhr. Vortrag von Prof. Dr. Rainer Patzlaff, Alanus-Hochschule Alfter. Eintritt frei. Veranstaltungsort: Freie Waldorfschule Erftstadt, An der Waldorfschule 1, 50374 Erftstadt-Liblar. Tel 02235- 46080.