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Preisverleihung des Jugendförderpreises Freispiel

1. Preis: Jorien Gradenwitz - schriftliche Arbeit zu „Der Kontrabass“ und Aufführung des Ein-Personen-Stücks, umgeschrieben auf eine Frauenrolle.

Vier beeindruckende Schülerarbeiten wurden am 19. Juni am „hof” in Frankfurt-Niederursel vor rund 50 Teilnehmern präsentiert. Der Jugendpreis, der vom Arbeitszentrum Frankfurt der Anthroposophischen Gesellschaft verliehen wird, ging in diesem Jahr als 1. Preis sogar an zwei Jugendliche für ihre überraschende Präsentation und außergewöhnliche Leistung (je 600 EUR). Ferner wurde ein 3. Preis zu 300 EUR und ein 4. Preis (150 EUR und ein Buchgeschenk) vergeben.

Alle Preisträger besuch(t)en die Waldorfschule. Für die Teilnahme bei „freispiel” ist Bedingung, dass die Arbeit originell und eigenständig ist. Bei der Auswahl der Preise werden als Vergabekriterien der Jury unter anderem das Verhältnis von Inhalt und Form, Reflexionsgrad und Aktualität des Themas geprüft.

Die PreisträgerInnen

1. Preis: Die 18-jährige Abiturientin Jorien Gradenwitz aus Bad Nauheim bearbeitete „Der Kontrabass” von Patrick Süskind unter dem Aspekt des Konflikts zwischen Sicherheit und Freiheit. Sie schrieb das Ein-Personen-Stück auf eine Frauenrolle um und führte es in einer auf 45 Minuten gekürzten Performance auf.

1. Preis: Der gleichaltrige Andre Mechenbier (12. Klasse in Walhausen/Saar-Hunsrück) las aus seinem Roman „Herbst. Eine Tragödie” vor. Darin geht es um die ergreifende Entwicklungsgeschichte eines jungen Mannes vor und in der NS-Zeit, der unter einem tyrannischen Vater leidet. (Der Roman ist inzwischen bei Verlag Steinmeier publiziert.)

3. Preis: Pegah Hekmat Navaz, Abiturientin aus Frankfurt, erhielt für ihre Arbeit zum Thema „Heimat” den mit 300 EUR dotierten 3. Preis. Sie befasste sich als in Deutschland aufgewachsene Iranerin mit ihrer Zwei-Heimat-Situation auf verschiedenste Weise (Interview, Sekundärliteratur, eigene Beobachtung), am sprechendsten in Sentenzen und Zeichnungen.

4. Preis: Franziska Kimpel (19), Ronja Ueckermann (20) und Ingmar Conell (19) aus Marburg haben einen Stop-Motion-Film hergestellt, der eine Außenmauer einer alten Eisenbahnhalle einbezog. Sie erhielten gemeinsam den 4. Preis sowie ein Buch über den Stop-Motion-Erfinder Georges Méliès.

Barbara Messmer

Weitere Informationen zur Fortsetzung und zu den Bedingungen des Preises im Internet unter „www.freispiel-netz.de“.

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Zeichnung der Preisträgerin Pegah Hekmat Navaz.

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4. Preis: Ronja Ueckermann, Ingmar Conell und Franziska Kimpel

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Filmsequenz aus dem Stop-Motion-Film der Preisträger des 4. Preises.

1. Preis: Andre Mechenbier, Lesung aus seinem bereits publizierten Roman „Herbst. Eine Tragödie“.

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3. Preis: Pegah Hekmat Navaz beschreibt ihre Zwei-Heimat-Situation Deutschland / Iran.