ZeitSignale. Zukunft wollen – Aufbruch wagen

ZeitKongress:
Freitag, 12. Nov. 2010, 18.30 – 21.30 Uhr
Samstag, 13. Nov. 2010, 9.00 – 18.30 Uhr
Universität Stuttgart-Vaihingen

+c7.tif

Wirtschafts- und Finanzkrise, kollabierendes Gesundheitssystem, Genmanipulation, zunehmende Gewaltbereitschaft, allgemeiner Werteverlust… Das sind ZeitSignale, Notrufe an uns alle, die dringend Beachtung und Gehör finden müssen.

Verfolgt man das Geschehen in Deutschland und in Europa, so entsteht der Eindruck, die derzeitige Wirtschaftskrise zieht der Gesellschaft die warme Decke weg. Darunter wird viel Erneuerungsbedürftiges sichtbar, verschiedene Baustellen, die doch irgendwie miteinander verknüpft erscheinen.

Signale warnen gewöhnlich vor Gefahren. Sie fordern den Menschen auf zum Innehalten, zur Neuorientierung und, je nach Situation, zum Kurswechsel oder zum Umdenken.

Diese Prozesse möchte der Kongress für einige „Problemzonen” unserer heutigen Gesellschaft anstoßen. Den Fokus für die Auswahl der Kongressthemen bildet das Interesse des Patienten - ein zentrales Anliegen des veranstaltenden Patientenverbandes gesundheit aktiv.

In z.T. parallel stattfindenden Vorträgen, auf dem Podium und in Gesprächsgruppen werden dazu zukunftsweisende Ideen und Projekte von kompetenten und namhaften Referentinnen und Referenten vorgestellt und diskutiert.

Für ein radikales Umdenken im Wirtschaftswesen setzen sich in ihren Vorträgen Prof. Dr. Margrit Kennedy, Gründerin der MonNetA – Money Network Alliance zur Entwicklung und Erprobung komplementärer Währungen, und Prof. Götz Werner, Gründer der dm-drogerie märkte und u.a. der Initiative „Unternimm die Zukunft” (Bedingungsloses Grundeinkommen) ein.

„Patient in der Klemme” ist das Thema des Podiumsgesprächs. Prof. Dr. Roland Geitmann, macht sich als Jurist im Rahmen der Initiative „Mehr Demokratie” für eine gerechte Wirtschaftsordnung stark. Forschungsanliegen von Dr. med., Dr. rer. soc., a. Prof. Stefan Brunnhuber ist es, als Mediziner die Art von Medizin zu fördern, die der Gesundheit des Menschen wirklich dient; als Wirtschaftssoziologe sucht er Wege, diese durch alternative Finanzierungsstrategien auch verfügbar zu machen.

In diesem Zusammenhang darf man gespannt sein auf die Stellungnahmen der Bundesabgeordneten von Bündnis 90 / Die Grünen, Birgitt Bender und der Patientenvertreterin im Gemeinsamen Bundesausschuss G-BA, Judith Storf.

Renate Hartwig ist bekannt durch ihr öffentliches Engagement für die Interessen von Patienten und Ärzten und für Transparenz der Finanzen im Gesundheitswesen.

Die Moderation hat Heidrun Loewer, langjährige Geschäftsführerin des veranstaltenden Verbandes und vehemente Vertreterin der Patientenrechte.

Zur Vertiefung dieser Themen werden Gesprächsgruppen angeboten. Urban Vogel wird in einer davon die Solidargemeinschaft „Samarita” als Alternative oder Ergänzung des herkömmlichen Krankenkassenmodells vorstellen.

Weitere, besonders brennende „Problemzonen” betreffen die altersmäßigen Randgruppen der Gesellschaft - Kinder und alte Menschen.

Dr. med. Stefan Schmidt-Troschke setzt sich als Vorstand der „Ärzte für Individuelle Impfentscheidung e.V.” dafür ein, dass die Entscheidung, wann, wogegen und ob ein Kind geimpft wird, letztendlich bei den Eltern bleiben muss.

ADHS als Krankheitsbild ist ein Konstrukt! Aufmerksamkeitsstörungen bedürfen entweder der Therapie oder eines veränderten Schulumfeldes, das dem Bewegungsdrang und der Neugier der Kinder gerecht wird, so der 1951 geborene Heilpädagoge, Kinder- und Jugendtherapeut Henning Köhler.

Aufbruch ins Alter – so betitelt Inger Hermann ihren Vortrag. Mit ihrer langjährigen Erfahrung u.a. in der ambulanten und stationären Hospizarbeit ist ihr zentrales Anliegen: Im Alter die Intention des Lebens erkennen!

„Die Gentechnik bedarf eines erweiterten Menschen- und Weltbildes, sonst sind die ethischen, moralischen und nicht zuletzt ökologischen Folgen unabsehbar”, so der Molekularbiologe Dr. Johannes Wirz. In seinem Vortrag geht es um „Landwirtschaft ohne Gentechnik”.

Dr. med. Michaela Glöckler, Leiterin der Medizinischen Sektion am Goetheanum, Dornach/Schweiz ist weltweit als Botschafterin der anthroposophisch-medizinischen Bewegung tätig. Sie wird in ihrem abschließenden Vortrag sehr fundierte, allgemein gültige Vorgehensweisen zum Meistern von Krisen anbieten.

Für harmonisches Gleichgewicht und den nötigen Schwung in den Begegnungen sorgen die Eurythmistin und Dozentin Beate Spehr-Bechinger und die Tanzlehrerin für Argentinischen Tango, Simone Schumacher mit ihrem Kursangebot.

Veranstalter: gesundheit aktiv. anthroposophische heilkunst e.v.